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97 Schüler der Weilheimer Realschule erhalten ihre Abschlusszeugnisse

Stand: 27.07.2026, 18:00 Uhr

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Für ihren Einsatz als Schulsanitäter, Schülerlotsen und Integrationshelfer wurden diese Schülerinnen und Schüler bei der Abschlussfeier der Weilheimer Realschule ausgezeichnet. Mit ihnen freuen sich ihre Betreuungslehrkräfte sowie Schulleiter Gerhard Thefeld (l.).

Für ihren Einsatz als Schulsanitäter, Schülerlotsen und Integrationshelfer wurden diese Schülerinnen und Schüler bei der Abschlussfeier der Weilheimer Realschule ausgezeichnet. Mit ihnen freuen sich ihre Betreuungslehrkräfte sowie Schulleiter Gerhard Thefeld (l.). © Michael Ahn

In der Stadthalle haben die Absolventen aus vier Klassen ihre Zeugnisse entgegengenommen. Den Schlusspunkt setzte Schülersprecher Linus Lindner mit seinem selbstkomponierten Klavierstück am Flügel.

Weilheim – Mit dem Klassiker „Que sera sera“ eröffnete der Schulchor der Weilheimer Realschule die Abschlussfeier in der Stadthalle. Wenig später nahmen 97 Schülerinnen und Schüler aus vier Klassen ihre Abschlusszeugnisse entgegen. In ihren Ansprachen gaben die Redner den Jugendlichen vor allem eines mit auf den Weg: Mut, Orientierung und Zuversicht für den neuen Lebensabschnitt.

Durch das Programm führte der stellvertretende Schulleiter Markus Kölsch. Für die musikalische Umrahmung sorgte neben dem Schulchor auch die Schulband „Timeless“.

Der stellvertretende Landrat Wolfgang Taffertshofer erinnerte mit einem Zitat des griechischen Philosophen Heraklit daran, dass Bildung nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen sei. Er dankte Lehrkräften und Eltern für ihre Begleitung der Jugendlichen und gab ihnen mit auf den Weg: „Geht in die Welt hinaus, aber vergesst eure Heimat nicht.“

Bürgermeister Tillman Wahlefeld griff die besonderen Umstände auf, unter denen dieser Jahrgang seine Realschulzeit begonnen hatte. Corona-Pandemie und wenig später der Krieg in der Ukraine hätten die Schülerinnen und Schüler geprägt. Gerade deshalb riet er den Jugendlichen, komplexe Zusammenhänge nicht zu scheuen, sondern sich eine eigene, fundierte Meinung zu bilden. Ebenso wichtig sei es, die Welt und die Menschen, denen man begegne, ein bisschen besser zu hinterlassen, als man sie vorgefunden habe, und die kleinen Glücksmomente des Alltags bewusst zu genießen, ohne sich vom Handy ablenken zu lassen.

Den sicheren Hafen verlassen und neue Mannschaften finden

Schulleiter Gerhard Thefeld stellte seine Ansprache unter das Bild eines Kompasses, den er erst vor Kurzem geschenkt bekommen hatte. Wie für einen Seemann sei auch für die Absolventinnen und Absolventen ein verlässlicher Kompass unverzichtbar. Schule und Elternhaus hätten ihnen die nötige Orientierung für den weiteren Lebensweg mitgegeben. Nun gelte es, die sicheren Häfen zu verlassen, neue Mannschaften zu finden und auf dem Meer des Lebens auch in stürmischen Zeiten den eigenen Kurs zu halten.

Für besonderen Applaus sorgte die Ehrung der Schüler, die sich als Schulweghelfer, Schulsanitäter und Integrationshelfer weit über den Unterricht hinaus engagiert hatten. Gemeinsam mit ihren Betreuungslehrkräften wurden sie für ihren Einsatz ausgezeichnet.

Die Schülersprecher Linus Lindner und Iren Kraft blickten auf ihre gemeinsame Schulzeit zurück. Sie dankten Lehrkräften und Eltern für deren Unterstützung und hoben den besonderen Zusammenhalt der Schulgemeinschaft hervor. Gleichzeitig zeigten sie sich überzeugt, gut auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet zu sein.

Selbstkomponiertes Abschiedsstück

Anschließend wurden die Abschlusszeugnisse klassenweise überreicht. Zu jeder Absolventin und jedem Absolventen zeigte eine Leinwand ein Foto vom Start ins Schulleben sowie ein aktuelles Bild.

Den emotionalen Schlusspunkt setzte Schülersprecher Linus Lindner. Am Flügel spielte er sein selbstkomponiertes Stück „Trapez“. Mit seinen ruhigen und kraftvollen Passagen ließ es das Auf und Ab, die Wendungen und Herausforderungen erahnen, die die Absolventinnen und Absolventen auf ihrem weiteren Lebensweg erwarten – ein passender musikalischer Ausklang für eine Feier, die ganz im Zeichen von Orientierung und Aufbruch stand.