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1. FC Saarbrücken: Neuzugang Zac Shuaib will Lobeshymnen gerecht werden

1. FC Saarbrücken Neuzugang Zac Shuaib will Lobeshymnen gerecht werden

Saarbrücken · Mit Zacariah „Zac“ Shuaib hat der 1. FC Saarbrücken eines der spannendsten Talente seines XXL-Umbruchs verpflichtet. Der 19-Jährige wurde beim FC Arsenal ausgebildet, spielte zuletzt für Real Sociedad und will sich nun in der 3. Liga durchsetzen.

22.07.2026 , 18:05 Uhr

 Neuzugang Zac Shuaib (Mitte) will beim 1. FC Saarbrücken viel spielen – das hat in den vergangenen drei Jahren nicht so geklappt.

Neuzugang Zac Shuaib (Mitte) will beim 1. FC Saarbrücken viel spielen – das hat in den vergangenen drei Jahren nicht so geklappt.

Foto: IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Ralf Brueck

Beim XXL-Umbruch des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken mit 15 neuen Spielern sticht Neuzugang Zacariah „Zac“ Shuaib nicht nur aufgrund seiner 1,95 Meter Körpergröße heraus. Sondern vor allem, weil die Verantwortlichen in Saarbrücken seine Verpflichtung regelrecht gefeiert haben. Der FCS spricht von „einem der vielversprechendsten Talente seines Jahrgangs“, der „in der Jugend des englischen Spitzenclubs FC Arsenal ausgebildet“ wurde und sich neben einer „außergewöhnlichen Physis vor allem durch seine technische Qualität, seine Spielintelligenz und seine Ruhe am Ball“ auszeichnet. Solche Worte wecken eine ungemeine Erwartungshaltung.

Zur Wahrheit gehört allerdings: In den vergangenen drei Jahren kam Shuaib nur auf 36 Einsätze. In der U18-Premier-League absolvierte er elf Spiele für Arsenal (2023 bis 2025), dazu kamen drei Einsätze im „Premier-League-International-Cup U21“ für Real Sociedad San Sebastián B und in der vergangenen Saison 22 Spiele für Real Sociedad C. Auch deshalb betont der Fußballer: „Für mich geht es darum, so viele Minuten wie möglich zu spielen, mich zu zeigen und im Team gute Leistungen zu bringen, um meinen Mannschaftskollegen damit zu helfen.“

Warum sich Shuaib für den FCS entschied

Der Mittelfeldspieler kam in diesem Sommer aus der dritten Mannschaft vom spanischen Erstliga-Club Real Sociedad ins Saarland. Ob die Blau-Schwarzen für Shuaib, der im Sommer 2025 aus der Nachwuchsakademie des FC Arsenal zu „los Txuri-Urdin“ (die Weiß-Blauen) wechselte, eine Ablöse bezahlt haben, ist nicht bekannt. In Saarbrücken hat der 19-Jährige einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. „Ich hatte einige Angebote. Für mich war Saarbrücken aber das spannendste Projekt. Ein Projekt mit einem langfristigen Ziel“, erklärt Shuaib: „Ich finde, dass ich mein Spiel hier auf ein anderes Niveau heben kann. Mit einem guten Trainer, guten Voraussetzungen um den Verein herum und natürlich tollen Fans.“ Gerade die Stimmung der FCS-Fans hat Shuaib beeindruckt. „Ich habe viele Videos gesehen. Es war verrückt. Die Atmosphäre im Ludwigspark sah unglaublich aus. Für mich war das ein großer Punkt, hierher zu kommen“, betont er.

Aus seiner Zeit in der Jugend bei Arsenal nimmt Shuaib viel mit. „Du lernst so viel. Du trainierst auch mal mit der ersten Mannschaft. Mit Trainern wie Mikel Arteta und spielst mit Spielern wie Declan Rice oder Bukayo Saka“, erinnert er sich. Dass es ihn anschließend nach Spanien zog, hatte familiäre Gründe. „Einer der Hauptgründe für den Wechsel war die Familie in der Region“, erklärt Shuaib, dessen Mutter aus Spanien kommt: „Außerdem dachte ich, dass der Spielstil gut zu mir passen würde.“ Der spanische Fußball mit vielen Positionswechseln und einem hohen Fokus auf die Abwehrarbeit habe sein „Spiel in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt“, findet der Mittelfeldspieler.

Familie als wichtigste Stütze

Während seiner Zeit in Spanien konnte sich der 19-Jährige auf viel Unterstützung seiner Familie verlassen. Auch in Saarbrücken haben seine Eltern ihn natürlich tatkräftig unterstützt. „Sie haben alles koordiniert. Sie sind ein wirklich sehr wichtiger Teil meines Lebens. Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich heute bin“, betont Shuaib, der neben englischen und spanischen auch nigerianische Wurzeln durch seinen Vater hat.

Die gemachten Erfahrungen haben ihm den Start beim FCS erleichtert. „Es hat mir geholfen, dass ich schon einmal in einem anderen Land war. In Spanien war es zwar ein bisschen einfacher, weil ich die Sprache konnte. Trotzdem war alles noch neu“, erzählt Shuaib: „Jetzt fühlt es sich für mich ein bisschen einfacher an.“ Über die 3. Liga hat er viel gehört. „Viele Zweikämpfe, zweite Bälle, viel laufen. Ich freue mich darauf, mich in der Liga messen zu dürfen“, sagt Shuaib, der in den nächsten Wochen auch seine Deutsch-Kenntnisse verbessern will: „Ich lerne Stück für Stück. Die Mitarbeiter und die Jungs übersetzen noch für mich.“ Doch das soll sich auch durch den Besuch eines Sprachkurses ändern.

Der erste Treffer als Mutmacher

Sportlich konnte das hochgelobte Talent schon eine erste Duftmarke setzen. Im Testspiel gegen Oberligist SV Oberachern erzielte Shuaib den 2:1-Siegtreffer in der 86. Minute. „Es war ein super Gefühl. Manchmal komme ich als Sechser in den Strafraum. Unser System ermöglicht mir das. Es war hoffentlich nur das Erste von vielen“, sagt er. In seiner ersten Saison beim FCS will Shuaib „sportlich so erfolgreich wie nur möglich sein“ und auch den lobenden Worten der Verantwortlichen bei seiner Verpflichtung gerecht werden.