Stand: 27.07.2026, 18:00 Uhr
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Volles Haus in der Aula. Die erfolgreichen Absolventen (oben im Bild die Klassen 10d, 10e, 10f) wurden in zwei zweistündigen Zeitfenstern geehrt. © walter weissAn der Realschule Unterpfaffenhofen haben alle 120 Absolventen ihre Mittlere Reife bestanden. Josefine Schöttl und Lisa Mürl schafften dabei die Bestnote.
Germering – Die traditionelle Abschlussfeier der Realschule Unterpfaffenhofen musste aufgrund des Umbaus der Stadthalle dieses Mal in den eigenen Räumlichkeiten der Schule stattfinden. Da die Aula nicht genügend Platz für alle Absolventen, ihre Familien, Lehrkräfte und Ehrengäste bot, wurde die Veranstaltung in zwei aufeinanderfolgende Feierstunden aufgeteilt.
Schulleiterin Heidrun Reisenauer würdigte in einer bewegenden Ansprache die Leistungen des Abschlussjahrgangs. Sie verglich die Schullaufbahn mit der Donau, die erst aus dem Zusammenfluss der kleineren Flüsse Brigach und Breg entsteht. Hindernisse und Rückschläge bezeichnet sie als Herausforderungen, die zur eigenen Entwicklung und Orientierung beitragen: „Ein Fluss lernt nicht trotz der Steine zu fließen – sondern gerade wegen ihnen findet er seinen Weg.“ Auch wer nach seinem Abschluss noch nicht jeden weiteren Zukunftsschritt geplant hat, wird ermutigt: „Denn auch ein Fluss kennt seinen gesamten Verlauf nicht von Anfang an. Er entdeckt ihn, indem er fließt.“
Alle 120 Absolventen hatten ihre Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden und konnten bei einer festlichen Feier ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Besonders herausragend: Gleich zwei erzielten die Traumnote 1,0 – Schülersprecherin Josefine Schöttl (10d) und Lisa Mürl (10a). Zweitbeste des Jahrgangs wurde Lenni Schmelzer (10e) mit einem Schnitt von 1,17.
Als Vertreter des Landkreises gratulierte der stellvertretende Landrat Michael Schanderl den Jugendlichen zum erfolgreichen Abschluss. Mit der Mittleren Reife stünden ihnen heute mehr als 300 anerkannte Ausbildungsberufe sowie zahlreiche weitere Bildungswege offen. Auch Oberbürgermeister Daniel Liebetruth, selbst Lehrer, richtete Glückwünsche an die Absolventen. Er hob die Bedeutung einer guten schulischen Ausbildung als Grundlage für die persönliche und berufliche Zukunft hervor und wünschte den Jugendlichen mit dem lateinischen Sinnspruch „Qui audet adipiscitur – Wer wagt, gewinnt“ viel Erfolg für ihren weiteren Lebensweg.
Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgten Schulchor und Schulband. Ein besonderer Höhepunkt war das Gesangssolo der Absolventin Luisa Micklich, das beim Publikum großen Beifall fand. Mit dem Rockklassiker „I Want to Break Free“ von Queen setzte die Schulband schließlich einen stimmungsvollen Höhepunkt. Das Lied passte sinnbildlich zum Aufbruch der Absolventen in einen neuen Lebensabschnitt – mit neu gewonnener Freiheit, vielen Möglichkeiten und der Aussicht auf einen erfolgreichen „Durchbruch“ im Berufsleben.
von Walter Weiss