Friedrich Merz hat Spekulationen über einen möglichen Kabinettsumbau nicht zurückgewiesen. »Es könnte eine Gelegenheit sein«, sagte er.
Quelle: DIE ZEIT,
dpa,
Reuters,
AFP,
edd
,
dho
Aktualisiert am 19. Juli 2026, 15:00 Uhr
Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/76153db6-1486-4565-9248-66eae4ce4dae/full_909d1d417faf5ec234c13a04ca4185ee2a45332ab6aa0fd4421fa2db94313e433de58ae10065cadf81eef66986306238.mp3
404 Kommentare
Bundeskanzler Friedrich Merz hat nicht ausgeschlossen, das Kabinett umzubauen.
© Hannes P. Albert/dpa
Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat Bundeskanzler Friedrich Merz einen Personalumbau in der Bundesregierung nicht ausgeschlossen. »Es könnte eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken«, sagte er im ZDF-Sommerinterview. Dabei verwies er zugleich wiederholt darauf, dass er im Konjunktiv spreche.
Merz war gefragt worden, ob er über einen größeren Personalumbau im Kabinett nachgedacht habe. Auf Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) angesprochen, der ein »Top-Kandidat für den Fraktionsvorsitz« sei, sagte Merz, er wisse nicht, wer ihn zum Top-Kandidaten gemacht habe und höre das zum ersten Mal.
Entscheidung vor Urlaubszeit
Nach Spahns Rücktritt strebt Merz eine
Entscheidung über dessen Nachfolge an der Fraktionsspitze vor seiner ab
Ende Juli geplanten Urlaubszeit an, wie die Nachrichtenagentur dpa aus
dem Umfeld des CDU-Chefs erfuhr. »Wir werden in
den Parteigremien in den nächsten Tagen darüber sprechen und wir
werden relativ bald einen Vorschlag machen, aber es drängt uns
jetzt die Zeit nicht«, sagte Merz im Sommerinterview dazu. Die Fraktion sei auch so »arbeitsfähig«. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP ist die kommissarische Fraktionsspitze »in der Terminfindung für eine Schalte der Fraktion«. Dies gehe aus einer SMS an die Abgeordneten von CDU und CSU hervor, die der Agentur vorliege.
Die Personalspekulationen laufen derzeit auf
Hochtouren. Am häufigsten wird Frei als möglicher Nachfolger genannt.
Dann müsste Merz für den einflussreichen Posten des Kanzleramtschefs,
den dieser aktuell besetzt, jemand anderes finden. Als Fraktionschef
käme neben Frei auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann infrage. Auch
über Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) wird spekuliert – dann wäre
allerdings dessen Position neu zu besetzen.
Der Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag
wird traditionell von den beiden Parteichefs von CDU und CSU – Merz und
Markus Söder – vorgeschlagen, die über das Wochenende dazu im Gespräch
bleiben wollen.