Publiziert11. Juli 2026, 14:18
Vor ViertelfinalSchiri-Zoff: Yakin wählt deutliche Worte
Nicht nur zuletzt wurde an der WM Kritik an den Schiedsrichtern laut. Murat Yakin und Denis Zakaria nehmen es gelassen.

Yakin und Xhaka über das Klima.20 MinutenDarum gehts
- Die Schweizer Nati trifft im WM-Viertelfinal auf Argentinien – Schiedsrichter João Pedro Silva Pinheiro (38) aus Portugal leitet das Spiel.
- Ägyptens Trainer Hossam Hassan hatte nach dem Achtelfinal gegen Argentinien behauptet, das Spiel sei gekauft gewesen.
- Nati-Coach Murat Yakin und Verteidiger Denis Zakaria zeigen sich von den Vorwürfen unbeeindruckt und fokussieren sich auf die eigene Leistung.
Der Aufschrei war nach dem WM-Achtelfinal der Argentinier gegen Ägypten gross. Nachdem die «Albiceleste» einen 0:2-Rückstand gedreht hatte, wurden nach dem Spiel laute Vorwürfe der Afrikaner publik. Auch das Spiel der Deutschen gegen Paraguay oder Kroatien gegen Portugal sorgte für Diskussionsstoff.
Obwohl Schiedsrichterchef und Legende Pierluigi Collina danach jeweils meinte, jeder einzelne Entscheid sei korrekt gewesen, sprach insbesondere Ägyptens Trainer Hossam Hassan davon, dass der WM-Achtelfinal gegen Argentinien gekauft gewesen sei und man Lionel Messi und Co. auch gleich den Pokal geben könne.
Yakin-Seitenhieb: «Hat nichts mit Fairness zu tun»
«Insgesamt waren die Schiedsrichterleistungen gut. Es ist jedoch klar, dass in den Medien und bei den Fans vor allem die kontroversen Szenen in Erinnerung bleiben», sagt der Schweizer Manuel Navarro zu 20 Minuten, angesprochen auf einige strittige Entscheide an der WM.
Navarro ist Schiedsrichterchef des saudi-arabischen Fussballverbandes und verfolgt die WM aus der Ferne. Der Grund für den Unmut liege in Szenen, die sich in einem Graubereich befinden und somit erheblichen Interpretationsspielraum zulassen. «Bei vielen Entscheidungen handelte es sich um subjektive Beurteilungen», schätzt Navarro ein. Grundsätzlich sind die Leistungen an der WM aber zufriedenstellend.
Ebenso wenig von einer Verschwörung wissen will Murat Yakin. Als der Schweizer Trainer in Kansas – vor allem von argentinischen Journalisten – darauf angesprochen wird, ob er sich vor dem Schiedsrichter fürchte, findet Sportsmann Yakin deutliche Antworten und verpasst dem ägyptischen Trainer noch einen Seitenhieb. «Man muss auf dem Platz gewinnen. Hinterher zu reklamieren, hat nichts mit Fairness zu tun. Ich finde, dass bisher sehr faire Spiele stattfinden – auch dank des VAR.»
Zakaria: «Interessiert mich nicht»
Respekt davor, dass die Schweiz benachteiligen werden könnte, hat auch Granit Xhaka nicht. «Ich kann mich da nur anfügen. Damit befassen wir uns gar nicht», sagt er ergänzend zu Yakins Worten.

Die Kritik an den Unparteiischen an der bisherigen WM versteht Nati-Trainer Yakin nicht. «Ich finde, dass bisher faire Spiele stattgefunden haben.»freshfocusNicht mehr als ein gleichgültiges Grinsen hat auch Nati-Verteidiger Denis Zakaria übrig. Statt über die Schiedsrichter zu reden, reagiert der Rechtsverteidiger auf die Fragen der Argentinier mit einem gleichgültigen Lachen. «Um ehrlich zu sein, interessiert es mich eigentlich überhaupt nicht, was da war, ist, oder passieren könnte. Wir hoffen einfach, dass wir Argentinien ärgern können und das ist alles. Es ist eines der besten oder sogar das beste Team der Welt. Das reicht als Motivation.»
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