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X wird zur Finanz-App: Musk bringt X Money mit Visa-Karte, Zinsen und Gratis-Überweisungen an den Start

Stand: 28.07.2026, 14:04 Uhr

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Elon Musk

Elon Musk (Archivbild). © IMAGO / Political-Moments

Mit X Money führt die Plattform digitale Zahlungen, eine Bankkarte und verzinste Guthaben ein. Das Angebot richtet sich zunächst an zahlende Nutzer in den USA.

Bastrop – Das Unternehmen X hat in den USA einen neuen Finanzdienst namens X Money gestartet. Das Angebot umfasst unter anderem Geldüberweisungen zwischen Nutzern, verzinste Guthaben und eine Visa-Karte. Der Dienst steht zunächst ausschließlich zahlenden Mitgliedern von X Premium und Premium+ ab 18 Jahren zur Verfügung.

Nach Angaben des Unternehmens können Nutzer je nach Mitgliedschaft auf bestimmte Guthaben bis zu 6,00 Prozent Zinsen pro Jahr erhalten. Premium+-Mitglieder erhalten den höchsten Zinssatz direkt. Premium-Mitglieder müssen dafür unter Umständen ihr Gehalt auf das Konto überweisen lassen. Elon Musk hatte bereits 2023 angekündigt, X zu einer sogenannten „Everything App“ ausbauen zu wollen – einer Plattform, die verschiedene Dienste in einer Anwendung bündelt, so Engadget.

Zahlungen und Karte

Nach Angaben des Unternehmens umfasst X Money Geldüberweisungen zwischen Nutzern, Banküberweisungen, Rechnungszahlungen sowie die Möglichkeit, Geld auf das Konto einzuzahlen. Außerdem können Gehaltszahlungen auf das Konto überwiesen werden. X zufolge können diese unter bestimmten Voraussetzungen bis zu zwei Tage früher gutgeschrieben werden. Geldüberweisungen an andere Nutzer erfolgen über deren Benutzernamen auf der Plattform. Auch der Versand von Schecks wird unterstützt.

Zur Einführung gehört außerdem die X Card, eine Visa-Karte. Sie ist als digitale Karte oder als Metallkarte erhältlich und kann mit dem Benutzernamen des Kontoinhabers personalisiert werden. Die Karte unterstützt Apple Wallet und kann für Zahlungen sowie Bargeldabhebungen genutzt werden.

Nach Angaben von X gibt es auf berechtigte Einkäufe drei Prozent Geld zurück. Für Zahlungen im Ausland fallen laut dem Unternehmen keine zusätzlichen Gebühren an. Die Karte ist durch das Visa-Programm gegen unberechtigte Abbuchungen geschützt. Für den Zugang zum Konto verwendet X ein Anmeldeverfahren, das statt eines Passworts beispielsweise den Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung eines Smartphones nutzt. Außerdem können Nutzer Ausgabenlimits festlegen und für einzelne Zahlungen eine zusätzliche Bestätigung verlangen.

Einlagen bei Partnerbank

X Money wird über X Payments LLC angeboten. Das Unternehmen verfügt über Lizenzen für Geldtransfers in 41 US-Bundesstaaten sowie in Washington, D.C. Der Dienst ist derzeit auf die USA beschränkt und nur für zahlende Abonnenten verfügbar.

Die Kundengelder werden bei der Cross River Bank verwahrt, die Mitglied der US-Einlagensicherung FDIC ist. Einlagen sind dort bis zu 250.000 US-Dollar pro Kunde abgesichert. Nach Angaben von X können Guthaben von bis zu zehn Millionen US-Dollar geschützt werden, indem sie auf mehrere Partnerbanken verteilt werden.

Kritik aus Washington

Kurz nach dem Start äußerte die US-Senatorin Elizabeth Warren Sicherheitsbedenken. Sie erklärte, X Money könne Risiken für Verbraucher, die nationale Sicherheit und die Stabilität des Finanzsystems mit sich bringen. Außerdem stellte sie die Frage, wie das Unternehmen die angebotenen Zinsen finanzieren wolle. Dabei verwies sie auf frühere Maßnahmen der US-Einlagensicherung gegen die Cross River Bank, so The Verge. (Redaktion)