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Wolfratshauser Straße in Solln: Stadt München schließt Lücke im Radwegenetz

Stand: 20.07.2026, 12:55 Uhr

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München

In Solln ist der Umbau der Wolfratshauser Straße zu einer durchgängigen Fuß- und Radverbindung abgeschlossen. (Symbolbild) © IMAGO / Chromorange

Das Baureferat hat den Umbau der Wolfratshauser Straße in Solln fertiggestellt. Radfahrer und Fußgänger profitieren von neuen Wegen und Querungsstellen.

Solln – Der Umbau der Wolfratshauser Straße zwischen Josephinenstraße und Siemensallee ist abgeschlossen. Damit ist eine neue, durchgängige Fuß- und Radverbindung zwischen Solln und Obersendling entstanden, wie die Stadt München mitteilt. Die Maßnahme schließt eine Lücke im Wegenetz für klimaschonende Mobilität.

Baureferat errichtet in Solln neue Geh- und Radwege mit Sicherheitsstreifen auf über tausend Metern Länge

Auf 1.020 Metern hat das Baureferat neue Geh- und Radwege mit Sicherheitsstreifen errichtet. Zwei neue Querungsstellen in der Fahrbahnmitte erhöhen die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Die Querungsinsel bei der Großhesseloher Straße schafft zusätzlich Platz für linksabbiegende Fahrzeuge und verbessert den Verkehrsfluss.

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Kreuzung Noestraße und weitere Knotenpunkte barrierefrei gestaltet

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Kreuzung Noestraße, für die die Planung Anfang 2026 nochmals angepasst wurde. Radfahrer und Fußgänger können die Kreuzung nahezu ohne Höhenunterschied queren. Bodenindikatoren zur Orientierung unterstützen Menschen mit Sehbeeinträchtigung. Vergleichbare Verbesserungen wurden auch an der Beuerberger Straße und der Ascholdinger Straße umgesetzt.

Barrierefreie Bushaltestellen ermöglichen stufenlosen Einstieg

Zwischen den beiden Bushaltestellen „Krankenhaus Martha-Maria“ hat das Baureferat eine barrierefreie Querung gebaut. Der Bordstein ist für Rollstuhl- und Rollatornutzer auf null Zentimeter abgesenkt, während für blinde und sehbehinderte Menschen eine sechs Zentimeter hohe Bordsteinkante ertastbar bleibt. Die Haltestellen selbst wurden neu angeordnet und ermöglichen einen stufenlosen Einstieg – davon profitieren insbesondere mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, Besucher des Krankenhauses, ältere Menschen, Menschen mit Kinderwagen sowie Fahrgäste mit Gepäck.

Baumschutz und Schwammstadtprinzip bei der Planung berücksichtigt

Bei der Planung achtete das Baureferat darauf, Eingriffe in Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten. Eine stadtbildprägende Esche nördlich der Noestraße bleibt erhalten, der neue Geh- und Radweg führt um den Baum herum. Für den Ausbau mussten Gehölze und 29 Bäume entfernt werden; 17 Bäume pflanzt das Baureferat neu. Das Laubwäldchen nördlich der Noestraße wird mit angeschlossener Obstwiese um mehr als 3.000 Quadratmeter erweitert. Die Straßenentwässerung wurde ebenfalls erneuert und überwiegend nach dem Schwammstadtprinzip umgesetzt.

Verantwortliche loben Ergebnis und danken für Geduld während der Bauzeit

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer betonte, der Umbau verbessere die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer: „Radfahrer und Fußgänger haben nun mehr Platz und eine klarere Führung.“ Mobilitätsreferent Georg Dunkel bezeichnete die Wolfratshauser Straße als wichtige Verkehrsader aus dem Süden und bedankte sich bei allen für ihre Geduld während der Bauzeit. Der Vorsitzende des Bezirksausschusses Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln, Dr. Ludwig Weidinger, erklärte, der verkehrssichere Ausbau dieses Abschnitts werde „schon seit Jahrzehnten gefordert“ und man sei froh, dass die Verbindung „nach langer Planung zum Nutzen aller Verkehrsteilnehmer endlich realisiert wurde“.

Projektkosten und Förderung über bayerisches Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 13,5 Millionen Euro. Voraussichtlich werden rund 3,65 Millionen Euro zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse sowie rund 97.500 Euro für den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen über das Bayerische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gefördert. Der Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats stammt vom 7. März 2023. (Quelle: Landeshauptstadt München)