Stand: 12.07.2026, 14:00 Uhr
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Alexander Zverev steht dicht vor seinem ersten Titel in Wimbledon. Dafür fehlt ihm nur noch ein Sieg. Der Liveticker zum Endspiel.
Sein größter Wimbledon-Tag beginnt für Alexander Zverev im Idealfall nach zehn Stunden Schlaf. Für ihn sei das normal, er versuche immer so lang zu schlafen, sagte der beste deutsche Tennisspieler. So wollte er auch vor dem Endspiel am späten Sonntagnachmittag in London (17 Uhr – alle TV-Infos hier) gegen den Topstar und Titelverteidiger Jannik Sinner daran festhalten.
Wimbledon-Finale: Alexander Zverev – Jannik Sinner
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„Ich sehe mich mit jedem auf Augenhöhe, das ist das Wichtigste“, sagte der French-Open-Sieger beim Pay-TV-Sender Prime Video über seine Herangehensweise. Er sehe sich auch auf Augenhöhe mit Sinner. Vergangenes Jahr sei er zwar weit entfernt vom Südtiroler gewesen, der über zwei Jahre mit dem nun seit Monaten verletzten Spanier Carlos Alcaraz die Grand-Slam-Szene beherrschte. „Aber das kann sich schnell ändern im Sport.“
Das Wimbledon-Endspiel im Liveticker: Kann Alexander Zverev gegen Sinner siegen?
Neunmal nacheinander konnte der Hamburger nicht gegen Sinner gewinnen, in sechs Partien nacheinander entschied er keinen Satz für sich. Kann Zverev dennoch deutsche Tennis-Geschichte schreiben? Beendet er die Negativserie, wäre er der erste Wimbledon-Sieger der Männer aus Deutschland seit Michael Stich vor 35 Jahren.

Alexander Zverev bejubelt den Einzug ins Wimbledon-Endspiel. © picture alliance/dpa/PA Wire | Andrew MatthewsEs liegt 31 Jahre zurück, dass Boris Becker als zuvor letzter männlicher deutscher Tennisspieler im Wimbledon-Finale stand. Für diesen außergewöhnlichen Sport-Tag plant sogar Bundeskanzler Friedrich Merz, nach London zu reisen. „Ein historischer Tag für Sascha Zverev und das deutsche Tennis“, kommentierte Becker den Finaleinzug.
Es wäre ein Novum in der Profi-Ära seit 1968, wenn Zverev nach seinem ersten Grand-Slam-Triumph gleich bei der nächsten Gelegenheit seinen zweiten feiern würde. Bei den French Open und in Wimbledon in einer Saison die Titel zu holen, ist ein seltenes Kunststück, das erst sechs Profis gelang: der „Channel Slam“.
In Paris war Sinner in der Hitze körperlich eingebrochen und hatte trotz 2:0-Satzführung und 5:1 im dritten Satz in der zweiten Runde noch dramatisch verloren. Auch in Wimbledon wirkte der Italiener anfangs verwundbar, steigerte sich allerdings im Laufe des Turniers. Im Halbfinale gegen den serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic zeigte er schließlich wieder jene Dominanz von vor dem Rückschlag in Paris. Und wird damit zu einer Herkulesaufgabe. (rele)