Wenn die Katze schläft: Diese fünf Dinge sollte man unbedingt vermeiden
Stand: 12.07.2026, 08:00 Uhr
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So ein niedlicher Anblick. Allerdings sollte man eine schlafende Katze besser nicht wecken. © Zoonar / ImagoSchlafende Katzen sind so niedlich! Da ist die Versuchung groß, durchs flauschige Fell zu streichen. Doch das ist ein No-Go. Genauso wie die folgenden Dinge.
Katzen sind dafür bekannt, viel zu schlafen. Je nach Alter und Aktivitätslevel kommt eine Katze pro Tag auf bis zu 16 Stunden Schlaf, verteilt auf viele kleine Nickerchen. Dabei regeneriert sie sich und verarbeitet Erlebtes. Eine Katze schläft jedoch nicht jedes Mal tief und fest. Auch wenn es aussieht, als würde sie schlafen, sind ihre Sinne häufig noch hellwach. Droht Gefahr, kann die Katze blitzschnell fliehen. Nur wenn die Katze sich in ihrem Umfeld komplett sicher fühlt, fällt sie in den Tiefschlaf. Dabei liegt sie häufig auf der Seite, manchmal zucken ihre Gesichtszüge, der Schwanz oder die Pfoten.
In dieser Phase sollte man alles vermeiden, was die Katze aufwecken könnte. Wird eine Katze aus dem Tiefschlaf gerissen, kann sie sich sehr erschrecken und sogar aggressiv reagieren. Doch auch beim Dösen oder in leichten Schlafphasen sollte man eine Katze möglichst nicht stören. Diese Dinge gilt es daher möglichst zu vermeiden:
No-Go 1: die Katze streicheln oder hochheben
Es versteht sich eigentlich von selbst, dass man eine schlafende Katze nicht streicheln oder gar hochheben sollte. Auch wenn sie noch so süß daliegt. Wer eine schlafende Katze einfach anfasst, jagt ihr damit einen Riesenschrecken ein und riskiert im Zweifel Verletzungen durch die Katze. Wird sie ständig angefasst, während sie schläft, kann das bei ihr große Unsicherheit auslösen und sogar zu Schlafmangel führen.
No-Go 2: die Katze ansprechen
Eine schlafende Katze ohne Grund anzusprechen, ist für sie ebenfalls unangenehm. Denn auch dadurch wird sie geweckt und gestört. Passiert das regelmäßig, bedeutet das unnötigen Stress für die Katze. Auch wenn es liebevoll gemeint ist – Katzenhalter sollten den Schlaf ihrer Samtpfote besser stillschweigend bewundern.
No-Go 3: laute Geräusche in der Nähe der Katze
Wenn die Katze schlummert, sollten laute Geräusche in der Wohnung möglichst vermieden werden. Der Staubsauger oder laute Musik könnten die Katze stören und aufwecken. Besser ist es, laute Tätigkeiten in den Zeiten zu erledigen, in denen die Katze wach ist. Um das empfindliche Gehör zu schonen, kann es sinnvoll sein, die Tür zum Raum mit der Geräuschquelle zu schließen.
Meine Erfahrung
Ich bin Online-Redakteurin bei Landtiere.de und habe zwei Katzen aus dem Tierschutz adoptiert. Eines Abends, ich war alleine zu Hause, schliefen meine beiden Katzen wie so oft neben mir auf dem Sofa ein. Ich wollte mir noch einen Tee aus der Küche holen, meine Katzen aber möglichst nicht aufwecken. Also gab ich mir größte Mühe, so vorsichtig wie möglich umständlich über die Lehne vom Sofa zu klettern.
Ich hätte wissen müssen, dass ich mich nicht einfach davonschleichen kann – eine meiner Katzen wachte auf und erschrak so sehr, dass sie mich anfauchte. Das hatte sie noch nie gemacht und ich konnte nur erahnen, wie groß der Schreck für sie war. Es tat mir so leid, dass ich seitdem eine andere Strategie habe.
Schläft eine Katze in meiner Nähe und ich möchte aufstehen, kündige ich das an. Ich spreche mit leiser und ruhiger Stimme und sage, dass ich gerne aufstehen möchte. Ich weiß natürlich, dass meine Katzen das inhaltlich nicht verstehen. Doch wenn ich bemerke, dass sie meine Stimme registriert haben, vielleicht sogar die Augen ein wenig öffnen, setze ich mich langsam in Bewegung. So habe ich sie zwar auch geweckt, aber besser, als sie versehentlich zu erschrecken, ist es allemal. Meine Katzen schlafen danach einfach weiter.
No-Go 4: sich anschleichen
Wer sich einer schlafenden Katze heimlich nähert, kann sie damit sehr erschrecken. Wacht die Katze auf und sieht plötzlich einen riesigen Menschen sehr nah vor sich, kann ihr das große Angst machen. Kurz nach dem Aufwachen sind Katzen häufig ein wenig verwirrt und müssen sich orientieren. In diesen Sekundenbruchteilen kann selbst die Bezugsperson wie eine Bedrohung erscheinen.
No-Go 5: die Katze anpusten
Das Anpusten der Katze wirkt auf den ersten Blick wie eine sanfte und liebevolle Methode, um sie zu wecken. Doch weil man der schlafenden Katze dafür bereits sehr nah sein muss, kann es auf sie im ersten Moment des Aufwachens wie eine Bedrohung wirken. Kannten Sie schon diese faszinierenden Fakten über den Schlaf bei Katzen?
Was tun, wenn man die Katze wecken muss?
Wer seine Katze wecken muss, zum Beispiel, um ihr ein wichtiges Medikament zu geben, sollte das nur sehr vorsichtig und behutsam tun. Am besten gelingt dies, indem die Katze mit ruhiger Stimme angesprochen wird – und zwar mit ausreichend Abstand. Generell gilt: Eine Katze sollte nur in Ausnahmefällen geweckt werden. Schlafmangel bedeutet großen Stress für Katzen und kann sie auf Dauer krank machen.
Damit eine Katze genug schläft, braucht sie mehrere geschützte und ruhige Schlafplätze, an denen sie nicht gestört wird. Eine Routine mit festen Ruhezeiten hilft der Katze zusätzlich, zur Ruhe zu kommen. Wenn die Katze auf ihrem Lieblingsmenschen schläft, ist das ein riesiger Vertrauensbeweis.