Stand: 14.07.2026, 07:05 Uhr
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Ein Deutscher stirbt beim Gleitschirmfliegen am Gardasee – der vierte tödliche Paragliding-Unfall in wenigen Tagen. Die Unglücksserie in den Alpen reißt nicht ab.
Verona – Ein 61-jähriger Deutscher ist beim Gleitschirmfliegen am Gardasee ums Leben gekommen. Nach dem Abflug vom Monte Baldo nahe Malcesine am Montagnachmittag (13. Juli) kurz nach 17 Uhr verlor er aus zunächst ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Schirm und stürzte in die Tiefe. Die Verletzungen waren so schwer, dass er noch am Unfallort starb.

Blick vom Berg Monte Baldo auf den Gardasee: Hier verunglückte am Montag (13. Juli) ein Deutscher mit seinem Gleitschirm. (Archivbild) © Daniel Reinhardt/dpaDie italienische Polizei nahm wie üblich die Ermittlungen auf. Ihren Angaben zufolge blieb die genaue Ursache des Kontrollverlusts zunächst offen. Auch zur Herkunft des verunglückten Mannes machten die Behörden bislang keine genaueren Angaben. Dabei handelt es sich um den vierten tödlichen Absturz mit einem Gleitschirm innerhalb von wenigen Tagen.
Erneut tödlicher Absturz: Deutscher stirbt bei Gleitschirmflug am Gardasee
Der Unfall ereignete sich an einem der bekanntesten Startplätze für Gleitschirmflieger in Europa. Der Abflugpunkt liegt wenige Meter von der Seilbahn aus Malcesine entfernt, auf einer Bergkette mit mehreren Gipfeln über 2000 Meter. Von dort geht es 1700 Höhenmeter hinab bis zu einem Landeplatz am See. Bei guter Thermik dauern solche Flüge eine halbe Stunde oder länger. Die Kombination aus grandioser Aussicht und verlässlichen Aufwinden zieht Paraglider aus ganz Europa an.
Erst am Wochenende sind drei Menschen beim Gleitschirmfliegen tödlich verunglückt. Am Samstag (11. Juli) ist ein 56 Jahre alter Mann beim Paragliding in Bayern abgestürzt und gestorben. Trotz des Versuchs, ihn wiederzubeleben, starb der Mann an der Absturzstelle, wie die Polizei mitteilte. Das Unglück ereignete sich am Nachmittag nahe dem Landeplatz am Fuß des Berges Kreuzeck in Garmisch-Partenkirchen. Hinweise auf ein Fremdverschulden lagen laut Polizei zunächst nicht vor.
Einen Tag zuvor kam ein 58-jähriger Gleitschirmpilot auf der Seiser Alm in Südtirol ums Leben. Der erfahrene Pilot aus der Südtiroler Gemeinde Kastelruth hatte eine 29-jährige Deutsche als Passagierin an Bord, die nach Angaben der Rettungskräfte unverletzt blieb. Am selben Tag stürzte eine 28-jährige Frau aus Hessen mit ihrem Gleitschirm in einen Wald bei Neustift im Stubaital ab. Sie prallte gegen einen Baum und erlitt dabei tödliche Verletzungen. (Quellen: AFP, dpa) (cln)