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Anschläge in Deutschland diskutiert
Versuchte Ausreise zu IS nach Syrien: Anklage gegen zwei Männer aus Kassel
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen zwei mutmaßliche IS-Anhänger erhoben, die mögliche Anschlagsszenarien in Deutschland diskutiert haben sollen. Die beiden Männer aus Kassel und Umgebung wurden bereits im Januar festgenommen.
Ein Kämpfer trägt 2021 eine Flagge der Terrororganisation Islamischer Staat.
Bild © IMAGO / AGB Photo
Laut Staatsanwaltschaft Frankfurt sollen die 19 und 27 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen geplant haben, sich bei der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an Waffen ausbilden zu lassen. Ihnen wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen.
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Bild © picture-alliance/dpa|
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Die Männer kommen aus Kassel und Umgebung, einer hat türkische, der andere afghanische Wurzeln, wie es hieß. Sie sollen demnach bereits seit Jahren einer radikal-islamistischen und dschihadistischen Ideologie anhängen und gemeinsam ihre Ausreise nach Syrien geplant haben.
Dort sollen sie das Ziel gehabt haben, sich unter Anleitung von Mitgliedern und Kämpfern des IS an Schusswaffen ausbilden zu lassen und an Kampfhandlungen teilzunehmen, so die Staatsanwaltschaft.
"Anschlagsszenarien diskutiert"
Die Verdächtigen wurden am 15. Januar an den Flughäfen Hannover und Stuttgart vor dem Abflug festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Zuvor seien sie monatelang observiert worden.
Im Herbst des vergangenen Jahres sollen die Männer demnach "mögliche Anschlagsszenarien - auch in Deutschland - diskutiert" haben.
Der 27-Jährige soll laut Ermittlungen bereits im Sommer 2025 versucht haben, sich dem regionalen IS-Ableger in Afghanistan anzuschließen, "um als Märtyrer auf der Basis seiner islamistischen Ideologie zu sterben", hieß es in der Mitteilung.
Freundin wegen Beihilfe angeklagt
Die 18 Jahre alte deutsche Lebensgefährtin des 19-jährigen Verdächtigen wurde zudem wegen Beihilfe angeklagt. Sie soll ihn bei der Planung und Organisation der Ausreise unterstützt haben.
Das Landgericht Frankfurt muss nun über die Zulassung des Hauptverfahrens entscheiden.