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Umfrage straft Union ab: CDU und CSU weiter im Tief – Grüne überholen SPD

Stand: 25.07.2026, 18:48 Uhr

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Kein Aufwind für Schwarz-Rot: Die SPD fällt im INSA-Sonntagstrend auf 12 Prozent, die Grünen legen zu und liegen nun vor den Sozialdemokraten. Auch Merz bleibt unbeliebt.

Berlin – Neuer Umfrage-Dämpfer für die Bundesregierung: Ausgerechnet in der Woche nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn gibt es für Schwarz-Rot keine Trendwende. Das zeigt der aktuelle Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag von Bild und Bild am Sonntag.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) während zu einer Pressekonferenz im Kanzleramt in Berlin zu personellen Veränderungen in Regierung und CDU.

Kann nicht zufrieden sein: Kanzler Friedrich Merz (CDU) und seine Union kommen aus dem Umfragentief nicht heraus. © Sebastian Gollnow/dpa

Die SPD verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und landet nur noch bei 12 Prozent. Die Union stagniert bei 21 Prozent. Zusammen kommt die Regierungskoalition damit auf 33 Prozent – bei der Bundestagswahl 2025 hatten CDU/CSU und SPD noch gemeinsam 45 Prozent erreicht.

Im Insa-Trend: AfD bleibt weiterhin stärkste Partei – Kanzler Merz arg abgestraft

Besonders bitter für die Sozialdemokraten: Die Grünen bauen ihren Vorsprung weiter aus. Mit 14 Prozent (+1) liegen sie jetzt zwei Punkte vor der SPD und sind damit drittstärkste Kraft im Sonntagstrend. Auch die Linke gewinnt einen Punkt hinzu und steht bei 11 Prozent. FDP (4 Prozent) und BSW (4 Prozent, +1) bleiben unverändert beziehungsweise legen leicht zu, die sonstigen Parteien geben einen Punkt ab und liegen bei 6 Prozent. Stärkste Kraft bleibt trotz eines Rückgangs um einen Punkt die AfD mit 28 Prozent.

Zu den Zahlen

Für den Sonntagstrend befragte INSA vom 20. bis 24. Juli 2026 insgesamt 1.204 Personen. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,9 Prozentpunkten.

In Summe erreicht die AfD 28 Prozent. Die Werte der Unio belaufen sich auf 21 Prozent, die der Grünen auf 14 Prozent. Während die SPD 12 Prozent erreicht, fährt die Linke 11 Prozent ein.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommt nicht aus seinem Umfragetief heraus. Laut INSA sind 75 Prozent der Befragten (+1) mit seiner Arbeit unzufrieden, nur 18 Prozent zeigen sich zufrieden. Immerhin verschlechtert sich die Bewertung der gesamten Bundesregierung nicht weiter: Mit der Arbeit von Schwarz-Rot sind derzeit 19 Prozent (+2) zufrieden, 74 Prozent weiterhin unzufrieden.

Personalbeben nach Spahn-Rücktritt: Wer im Merz-Kabinett nun welchen Posten bekleidet

Der aktuelle Umfragedämpfer trifft die Union in einer ohnehin turbulenten Woche. Nach dem Rücktritt von Jens Spahn (CDU) als Unionsfraktionschef hat Kanzler Merz mehrere Regierungsmitglieder ausgetauscht: Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) folgt auf Spahn im Fraktionsvorsitz. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) übernimmt das Kanzleramt, während sie selbst von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann im Gesundheitsministerium abgelöst wird. (Quellen: INSA, Bild, wahlrecht.de) (han)