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Ukrainische Drohnenangriffe: 7 Tote bei Angriffen auf russische Logistikzentren

Publiziert18. Juli 2026, 12:15

Tambow und MoskauUkraine greift Russland tief hinter der Front an: Mehrere Tote

Ukrainische Drohnen haben zwei wichtige Logistikzentren des russischen Online-Marktplatzes Wildberries getroffen. Es gibt Tote und Verletzte.

Fee Anabelle Riebeling

Florian Osterwalder

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski erklärte, die ukrainischen Streitkräfte hätten mit Langstreckenangriffen mehrere Ziele auf russischem Gebiet angegriffen.

Darum gehts

Blutige Nacht für Russland: Ukrainische Drohnen haben an gleich zwei wichtige Logistikzentren des Online-Marktplatzes Wildberries angegriffen – eines in der Region Tambow, das andere bei Moskau. Die beiden Städte liegen rund 500 Kilometer voneinander entfernt. Wildberries gilt als russisches Amazon.

Tote und Verletzte

Wie die BBC unter Berufung auf Behörden berichtet, wurden insgesamt rund 50 Menschen verletzt. In der Region Tambow kamen mindestens sieben Personen ums Leben. Darunter auch Mitarbeitende der Nachtschicht, wie der Gouverneur der Region, Jewgeni Perwschow, auf Telegram schreibt. An dem Standort seien 25 weitere Personen verletzt. Die meisten durch umherfliegende Splitter. Eine Person soll sich in kritischem, sechs in ernstem und 16 in mittelschwerem Zustand befinden.

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Der andere Angriff erfolgte auf Moskauer Gebiet, in der Stadt Elektrostal. Das bestätigte das Unternehmen Wildberries in einer Mitteilung. Hier wurden 24 Menschen verletzt, davon einige schwer, teilte Gouverneur Andrej Worobjow auf Telegram mit. Weiter, schreibt er, sei durch den Absturz einer Drohne auf dem Gelände eines Tanklagers in Noginsk ein Feuer ausgebrochen.

«Aus Sicherheitsgründen wurde das in der Nähe des Unglücksortes gelegene Entbindungskrankenhaus evakuiert.» In Noginsk sei zudem ein Wohnblock evakuiert. Laut von Worobjow gab es in der Stadt auch zwei Verletzte. 48 Drohnen habe die russische Flugabwehr abgeschossen. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

Die betroffenen Gebiete liegen mitten in Russland, weit hinter der Front.

Die betroffenen Gebiete liegen mitten in Russland, weit hinter der Front.Screenshot My Google Maps

Das sagt Selenski zu den Angriffen

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski erklärte, die ukrainischen Streitkräfte hätten mit Langstreckenangriffen mehrere Ziele auf russischem Gebiet sowie auf der von Russland besetzten Krim und auf See getroffen. Betroffen seien unter anderem zwei grosse Logistikzentren in den Regionen Moskau und Tambow gewesen, die nach seinen Angaben mehr als 500 beziehungsweise fast 700 Kilometer von der Front entfernt liegen.

Selenski sagte, Russland habe diese Einrichtungen genutzt, um sanktionierte Komponenten für die Drohnenproduktion sowie Navigationsausrüstung zu lagern und weiterzuleiten. «Auch eine Ölanlage wurde getroffen. Darüber hinaus nahmen ukrainische Angriffe Ziele im Asowschen Meer, im Schwarzen Meer und auf der vorübergehend besetzten Krim ins Visier», sagte Selenski.

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Fee Anabelle Riebeling (fee) arbeitet seit 2014 für 20 Minuten. Sie ist stv. Leiterin Wissen/AI, Data und Leiterin des Fachgremiums Faktencheck & Verifikation.

Florian Osterwalder

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