Trotz 2400 Euro Rente macht ein Paar viermal im Jahr Urlaub mit diesem einfachen Trick
Stand: 13.07.2026, 17:07 Uhr
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Reisen im Ruhestand muss nicht am Geld scheitern. Ein Paar aus Frankreich spart bei der Unterkunft, doch die Methode hat klare Regeln.
Claudine und Jean Louis, 74 und 75 Jahre alt, packen drei- bis viermal im Jahr die Koffer und wissen oft schon Wochen vorher, wessen Katze sie füttern und welche Zimmerpflanzen sie gießen werden. Ihr Modell heißt House Sitting: Sie wohnen vorübergehend in fremden Häusern, kümmern sich um Tiere, Pflanzen und Post und zahlen dafür keine Miete am Urlaubsort.

Ein Paar aus Frankreich verreist trotz kleiner Rente mehrmals im Jahr, weil es bei der Unterkunft spart. (Symbolbild) © IMAGOWer mitmachen will, meldet sich auf einer Vermittlungsplattform an, legt ein sauberes Führungszeugnis und eine passende Versicherung vor und sucht sich Einsätze aus. Vor Ort führen die Eigentümer durch Haus und Garten, erklären Gewohnheiten und Aufgaben und übergeben dann für ein paar Tage oder Wochen ihren Alltag an Fremde.
„House Sitting“ statt Ferienwohnung: So funktioniert der Urlaub mit kleiner Rente
Der eigentliche Reiz liegt nicht im Gratisurlaub, sondern im Tausch. Die einen bekommen jemanden, der sich um Haus und Tiere kümmert, oft günstiger und persönlicher als eine Tierpension. Die anderen bekommen eine Unterkunft, ohne Miete, Hotel oder Ferienwohnung zu zahlen. Für Claudine und Jean-Louis summiert sich das laut Marie France auf rund 5.000 Euro Ersparnis im Jahr. Ganz umsonst ist es trotzdem nicht. Anreise, Verpflegung und Einkäufe vor Ort bleiben, und je weiter das Ziel, desto teurer die Fahrt.
House Sitting findet allerdings oft in der Nebensaison statt, weil dann die Eigentümer selbst verreisen. Das kann leere Küstenorte, kühles Wetter und geschlossene Restaurants bedeuten. Und manchmal läuft etwas schief: ein krankes Tier, eine kaputte Dusche, ein Supermarkt, der ohne Auto schwer zu erreichen ist. Wer flexibel ist, stört sich daran nicht. Wer festen Komfort erwartet, sollte es vorher wissen. Auch interessant: So können Sie sich 1.000 Euro zusätzliche Rente sichern.
Kostenlos oder geprüft: Wo „House Sitting“ zur Vertrauensfrage wird
In Facebook-Gruppen wie „Urlaub gegen Hand“ kann man ganz ohne Abo vermittelt werden. Dafür fehlt jede Sicherheit: keine Ausweisprüfung, keine Bewertungen aus früheren Einsätzen. Wer hier zusagt, gibt Fremden den Schlüssel und das Haustier in die Hand, ohne eine einzige Referenz. Ein Videocall vorab ist deshalb Pflicht. Wer lieber auf ein geprüftes Portal setzt, sollte die Preise vergleichen, denn die Unterschiede sind groß.
„TrustedHousesitters“ hat mit rund 10.000 Inseraten das größte Angebot, ist aber auch das teuerste: ab etwa 119 Euro im Jahr, seit Dezember 2025 zusätzlich mit einer Buchungsgebühr pro Einsatz, und nur auf Englisch. Deutlich günstiger ist „MindMyHouse“ mit rund 27 Euro jährlich. Am Ende rechnet es sich schnell: Ein einziger gesparter Hotelaufenthalt holt die Jahresgebühren schnell wieder rein. Auch interessant: Dieser Badesee in Norditalien ist noch ein echter Geheimtipp.