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„Da ist immer noch eine Lücke“: Tennis-Legende attestiert Zverev mentale Schwäche bei Final-Pleite in Wimbledon

Stand: 14.07.2026, 18:41 Uhr

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Alexander Zverev hat das Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner verloren. Tennis-Ikone Mats Wilander übt nun Kritik an der Einstellung des Deutschen.

London – Zwei Grand-Slam-Finals in fünf Wochen: Alexander Zverev hat in diesem Sommer eindrucksvoll bewiesen, dass er zur absoluten Weltspitze des Tennis gehört. Nach dem Triumph bei den French Open griff der Hamburger auch in Wimbledon nach dem ganz großen Titel. Doch im Endspiel des Rasenklassikers war nach einem hochklassigen Kampf über fast vier Stunden Schluss: Zverev unterlag dem Weltranglistenersten Jannik Sinner mit 7:6, 6:7, 3:6, 4:6.

Nach der Niederlage von Alexander Zverev im Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner äußert Tennis-Ikone Mats Wilander Kritik.

Nach der Niederlage von Alexander Zverev im Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner äußert Tennis-Ikone Mats Wilander Kritik. © picture alliance/dpa/AP | Kirsty Wigglesworth und picture alliance/dpa | Angelika Warmuth

Tennis-Ikone Mats Wilander äußerte sich nun kritisch zur Einstellung von Zverev. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion sagte der französischen Sportzeitung L’Équipe: „Ich bin mir nicht sicher, ob er wirklich daran geglaubt hat, Sinner schlagen zu können. Da ist immer noch eine Lücke – nicht körperlich, sondern mental.“

Wilander zweifelt: Hat Zverev im Wimbledon-Finale wirklich an Sieg gegen Sinner geglaubt?

Dabei erkannte Wilander durchaus Fortschritte. Zverev habe nach seinem Paris-Titel „mit mehr Freiheit“ gespielt – und das sei in Wimbledon auch sichtbar gewesen. Im Finale gewann er sogar erstmals nach sieben Duellen wieder einen Satz gegen Sinner. Doch in den entscheidenden Momenten fehlte dem 29-Jährigen das letzte Quäntchen Glück und der italienische Titelverteidiger erwies sich als zu abgezockt.

„Jannik hat – ähnlich wie Alcaraz – gezeigt, dass er bei den großen Punkten, die ein Match entscheiden, immer noch eine Klasse besser ist“, befand Wilander. Sinner und Alcaraz hätten die Fähigkeit, ein scheinbar knappes Match in etwas zu verwandeln, das am Ende weniger kompliziert wirke als gedacht. Das bekam nun auch Zverev zu spüren, der trotz der Final-Niederlage ein Lob von Boris Becker bekam.

Trotz seiner kritischen Worte sieht Wilander Zverev klar auf Kurs. „Für einen Spieler seines Kalibers können Sinner und Alcaraz nicht für immer unantastbar bleiben“, erklärte der Schwede. Er gehe davon aus, dass der Hamburger den Abstand „in den nächsten zwölf Monaten“ weiter verringern werde – vor allem auf Rasen, einem Belag, der Zverev lange Zeit fremd war.

Immerhin: Zverev nimmt trotz Finalniederlage 2,1 Millionen Euro Preisgeld und Platz zwei der Weltrangliste mit nach Hause – er überholte den verletzten Carlos Alcaraz. Und er ist nun erst der fünfte Spieler überhaupt, der bei allen vier Grand Slams mindestens ein Finale verloren hat. Prominente Vorgänger: Ivan Lendl, Roger Federer, Novak Djokovic und Andy Murray. (LuHa)