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News am Morgen - Nachrichten vom 15. Juli 2026

An diesem Mittwochmittag hat Friedrich Merz einen Termin, der in jedem Kanzlerkalender einmal im Jahr auftaucht: die „Sommerpressekonferenz“. Um 13 Uhr wird Merz vor der blauen Wand im Saal der Bundespressekonferenz Platz nehmen und die Fragen der Hauptstadtjournalisten beantworten. Auch, wenn es in der politischen Gegenwart kein echtes Sommerloch mehr gibt (vermutlich ist es dorthin entschwunden, wo die Schnappschildkröte Lotti lebt, das Sommerlochtier des Jahres 2013): In der zumindest etwas ruhigeren parlamentarischen Sommerpause ist diese Pressekonferenz ein kleines Highlight.

Es war eine Sommerpressekonferenz, in der Angela Merkel einst „Wir schaffen das!“ sagte und in der Olaf Scholz gefragt wurde, ob er angesichts der vielen Krisen Angela Merkel vermisse. Friedrich Merz wiederum musste vergangenes Jahr sehr viele Fragen zur damals frisch gescheiterten Richterwahl im Bundestag beantworten, obwohl er fand, dazu sei „alles gesagt“. In unserem Liveblog können Sie verfolgen, wie er sich dieses Mal schlägt.

Haben Sie vergangene Woche verfolgt, wie der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, seine Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl im Herbst aufgegeben hat, weil er sich in immer mehr Lügen verstrickt hatte zu seinem Krisenmanagement während des Stromausfalls Anfang Januar? Und wie kurz zuvor Marine Le Pen angekündigt hatte, bei den französischen Präsidentschaftswahlen antreten zu wollen, Fußfessel hin, Verurteilung her? Dann interessiert Sie vielleicht der Leitartikel meines Kollegen Detlef Esslinger. Er schreibt, Anhänger demokratischer, liberaler Parteien seien „leicht zu verstören, weil ihnen Prinzipien viel mehr bedeuten als Anhängern autoritär-populistischer Parteien“.

Fußball-WM 2026

Spanien nimmt Frankreich das Tempo, den Esprit und das Finale. Im Halbfinale gegen Spanien ist von der Offensivreihe des Teams von Trainer Didier Deschamps kaum etwas zu sehen – die Spanier gewinnen mit 2:0 und erreichen durch ein defensives Meisterwerk das Endspiel. Zum Artikel

MEINUNG Nichts würde sich für die Fifa schöner fügen als der WM-Pokal für Argentinien. Argentinien, letzte Hoffnung Amerikas bei der Fußball-WM, muss den Titel kriegen – so sieht es zumindest das Drehbuch in den Köpfen vieler Fifa-Granden vor. Einer der Gründe: Die unvermeidlichen Europäer sind das obsessive Feindbild von Fifa-Chef Gianni Infantino. Zum Kommentar

Was heute wichtig ist

US-Seeblockade gegen iranische Häfen in Kraft. Die US-Marine sperrt wie angekündigt erneut Häfen und Küstengebiete des Kriegsgegners, teilt das zuständige Kommando mit. Schiffe werden so daran gehindert, dass sie iranische Häfen oder Küstengebiete ansteuern oder von dort wegfahren können. Zum Liveblog

ICE erhält nach Todesschüssen neuen Befehl. Im Bundesstaat Maine wurde ein 25-jähriger Kolumbianer von ICE-Agenten erschossen. Es handelt sich um den zweiten Todesfall innerhalb einer Woche. Nun weist der Minister für Innere Sicherheit die Behörde an, vorläufig auf Autokontrollen verzichten. Zum Artikel

Außenminister Wadephul besucht norwegisches Bodø. Deutschland wendet sich zunehmend seinen Partnern im hohen Norden zu. Der eintägige Besuch führte Wadephul zum operativen Hauptquartier der norwegischen Streitkräfte, von wo aus diese den See- und Luftraum bis hinauf zur russischen Grenze beobachten. Zum Artikel

AfD-Verteidigungspolitiker plant Reise in die Ukraine. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Rüdiger Lucassen will im September nach Kiew reisen, um eine Konferenz zu besuchen. Brisant ist die Reise auch vor dem Hintergrund, dass AfD-Politiker in letzter Zeit wieder vermehrt Schlagzeilen mit Reisen nach Russland machten. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen

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Digitalwende: Bundesregierung plant mehr Bürokratieabbau. Mit dem zweiten Entlastungskabinett will die Bundesregierung den Bürokratieabbau beschleunigen. Geplant sind unter anderem Erleichterungen im Gesundheitswesen und für E-Fahrzeuge. Auch wichtig: Eine NGO wirft Meta vor, mehr als 100 Akteure der Zivilgesellschaft auf Instagram zensiert zu haben. Dazu gehören auch Berliner Nachtclubs. Zum Briefing

Geoökonomie: Aufrüsten gegen Raketen: Diese Zulieferer könnten dabei sein. Europas neue Raketenabwehr soll unabhängiger von den USA werden – und zum Konjunkturprogramm für die eigene Rüstungsindustrie. Zehn Staaten planen einen gemeinsamen Schutzschirm. Konzerne wie MBDA, Hensoldt oder Saab wollen sich an Aufträgen beteiligen. Zum Briefing