Stand: 11.07.2026, 14:04 Uhr
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Nach einer Oktoberfest-Nacht stand eine US-Amerikanerin plötzlich allein in der fremden Stadt – ihr Ehemann hatte sie sitzengelassen. Nun sucht sie ihren unbekannten Münchner Retter.
München – Das Oktoberfest zieht jedes Jahr Millionen Menschen nach München – und mit ihnen kommen Geschichten, die weit über die Wiesn hinausgehen. Eine davon wird gerade in sozialen Netzwerken intensiv diskutiert. In der Facebook-Gruppe „Munich Oktoberfest“ teilte eine Amerikanerin einen emotionalen Erfahrungsbericht über eine Nacht im Jahr 2018, die sie bis heute nicht loslässt. Der Bericht ist nicht endgültig verifizierbar, wirkt jedoch authentisch.

Eine US-Amerikanerin sucht nach dem Mann, der sie nach einer Wiesn-Nacht sicher nach Hause gebracht hat (Archivbild). © IMAGO / Zoonar/Canva CollageMünchner half der Amerikanerin, nachdem ihr Mann sie sitzengelassen hatte
Es war ihr erster Oktoberfest-Besuch und gleichzeitig ihr erster Hochzeitstag, schreibt die Frau. Nach einem feuchtfröhlichen Abend auf der Wiesn und einem anschließenden Bar-Besuch verabschiedete sich das Paar von einer Gruppe Einheimischer, die sie kennengelernt hatten. Als die Frau sich für Sekunden umdrehte, war ihr Mann plötzlich verschwunden. Sie stand allein auf der Straße – betrunken, orientierungslos und in einer fremden Stadt.
Ein fremder Mann erkannte ihre Notlage. Sie erklärte ihm die Situation, woraufhin er sie zu einem Liniennetzplan führte, wo sie ihr Ziel wiedererkannte: den Wettersteinplatz. Der Helfer stieg mit ihr in die U-Bahn. Während der Fahrt fand sie in ihrer Jackentasche den Wohnungsschlüssel, den eigentlich immer ihr Mann trug. Da sei ihr klar geworden: Ihr Ehemann hatte sie absichtlich zurückgelassen und ihr den Schlüssel heimlich zugesteckt, um unbemerkt verschwinden zu können. Was er in jener Nacht tat, verriet er ihr nie. Die Ehe ist inzwischen geschieden.
Suchaktion nach sechs Jahren
Am Wettersteinplatz angekommen, wollte die Frau den Heimweg allein antreten. Doch der Fremde bestand darauf, sie zu begleiten: „I’m not leaving you until you’re inside of a building.“ („Ich gehe nicht, bevor du nicht in einem Gebäude bist.“) Er brachte sie bis zur Haustür, wartete, bis sie abgesperrt hatte, und verschwand in der Nacht. Acht Jahre später plant die Frau eine Rückkehr nach München, um Danke zu sagen. „In diesem Moment wurde mir klar, dass dieser völlig Fremde sich mehr um mein Wohlergehen sorgte als mein eigener Ehemann“, schreibt sie. Nun sucht sie via Facebook nach dem unbekannten Helfer.
Die Reaktionen im Netz sind überwiegend positiv – vor allem gegenüber dem Retter. Einige machen das starke Wiesn-Bier verantwortlich für den Ausgang der Nacht: „Oktoberfest-Bier ist stärker als jedes Bier, das dieser Mann jemals getrunken hat.“ Dem verschwundenen Ehemann gegenüber fällt das Urteil deutlich härter aus. Ein Nutzer findet, er hätte wegen Gefährdung strafrechtlich belangt werden müssen, während eine andere Person knapp kommentiert: „Or maybe her husband was just a cheating jerk.“ („Oder vielleicht war ihr Mann einfach nur ein untreuer Mistkerl.“) (Quelle: Facebook-Posting), (leo)