So viel Hass wie bei dieser WM gab es noch nie
Stand: 19.07.2026, 06:14 Uhr
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Während der Fußball-WM gab es einen enormen Anstieg an Beleidigungen. Die FIFA hat daher Millionen Kommentare gelöscht.
New York – Nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Internet hatte die FIFA während der WM alle Hände voll zu tun. Mit ihrem Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den Sozialen Medien wurden seit Turnierbeginn am 11. Juni mehr als 53 Millionen Beiträge und Kommentare überprüft. Dabei identifizierte das digitale Schutzsystem über sieben Millionen potenziell beleidigende oder schädliche Beiträge – 14-mal mehr als noch bei der WM 2022 in Katar.

Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken. © Absolut FussballMehr als 200 000 Hass-Kommentare wurden den Plattformen gemeldet, über 1000 besonders schwere Drohungen sogar an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Zudem nutzte die FIFA das Turnier für Kampagnen gegen Rassismus und Hetze sowie für Bildungs- und Gesundheitsprojekte.
Auch DFB-Stars im Visier: Hasskommentare bei WM gestiegen
Damit war diese WM neben den sportlichen Höhepunkten leider auch in puncto Hass im Internet die bislang größte. Vor vier Jahren sah die Statistik nämlich noch anders aus. Bei der WM in Katar wurden 470.000 beleidigende oder schädliche Beiträge identifiziert und nur rund 19.600 Fälle an die Plattformen gemeldet.
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Auch die deutsche Mannschaft machte diesbezüglich leider keine guten Erfahrungen. Jonathan Tah wurde nach seinem Fehlschuss im Elfmeterschießen gegen Paraguay, der das WM-Aus bedeutete, rassistisch beleidigt. Darüber hinaus wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt auch wegen Hasskommentaren gegenüber anderen deutschen Spielern ermittelt.
Dieses Thema wird auch auf der „Global Social Dialogue Platform“ unter Vorsitz der FIFA besprochen werden. „In den vergangenen Wochen sahen sich Spielerinnen und Spieler sowohl online als auch persönlich mit Beleidigungen konfrontiert, von denen der Großteil rassistisch und diskriminierend war“, konstatiert ein Sprecher der Spielergewerkschaft FIFPRO. Gemeinsam will man Wege finden, um das Problem in den Griff zu bekommen.