Andalusien
Schwerer Waldbrand in Spanien eingedämmt
Stand: 12.07.2026 • 13:47 Uhr
Mindestens zwölf Menschen kamen bei dem jüngsten Waldbrand in Andalusien ums Leben, Rettungskräfte durchkämmen das Gebiet weiter auf der Suche nach Vermissten. Laut Polizei ist das Feuer nun eingedämmt.
Der verheerende Waldbrand mit mindestens zwölf Todesopfern im Süden Spaniens breitet sich nicht weiter aus. Die Lage sei stabilisiert worden, teilte der Regierungschef der betroffenen Region Andalusien, Juanma Moreno, mit. Die Löscharbeiten würden durch deutlich schwächere Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt. Insgesamt wurden nach amtlichen Angaben 7.000 Hektar Wald- und Buschfläche zerstört.
Im betroffenen Gebiet um die Gemeinden Los Gallardos und Bédar rund 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería sind weiterhin rund 500 Feuerwehrleute, Soldaten und andere Helfer im Einsatz. Man will den Brand in den nächsten Stunden komplett unter Kontrolle bringen.
Suche nach Vermissten geht weiter
Die Suche nach möglichen weiteren Opfern geht weiter. Einsatzkräfte und Freiwillige durchkämmten das Brandgebiet erneut, während Soldaten der Militärischen Nothilfeeinheit UME zusammen mit der Polizeieinheit Guardia Civil abgelegene Häuser und Zufahrtswege überprüften.
Die Zahl der offiziellen Vermisstenanzeigen stieg zuletzt auf acht. Die Behörden sprechen aber weiterhin von 23 Menschen, die von Angehörigen oder Bekannten vorübergehend als nicht auffindbar gemeldet worden seien.
600 Bewohner konnten in Häuser zurück
Dank der positiven Entwicklung durften inzwischen rund 600 zuvor evakuierte Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Die übrigen rund 1.000, die in den ersten Stunden des Feuers am Donnerstagabend ihre Häuser verlassen mussten, sind weiterhin unter anderem in Wohnungen von Angehörigen oder in Hotels untergebracht. Sie sollen aber ebenfalls bald wieder nach Hause dürfen.
Ein ausgebranntes Auto und verbrannte Vegetation vor einem Haus.
Menschen von Flammen eingeschlossen
In der Nacht zum Freitag waren in dem bei ausländischen Touristen beliebten Gebiet unweit mehrerer Mittelmeerstrände mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden von den Flammen eingeschlossen, als sie in einem Fahrzeug oder zu Fuß zu fliehen versuchten. Acht Menschen wurden verletzt.
Die Identifizierung der Toten gestaltet sich laut Behörden schwierig, weil dafür notwendige DNA-Proben von Verwandten gesammelt werden mussten, die dafür zum Teil erst aus dem Ausland anreisen sollten. Als Ursache des Brandes wird eine kaputte Stromleitung vermutet.