Beim 100-Meter-Lauf hat sich Owen Ansah den deutschen Meistertitel gesichert. Zuvor hatte die Nationale Anti Doping Agentur ein Verfahren gegen ihn eingeleitet.
Quelle: DIE ZEIT,
dpa,
jfw
- Juli 2026, 20:45 Uhr
Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/dd435d3e-cb0a-49e1-a26d-0d77ad35a890/full_1b2acef268903007965e02f1fdcba8be0a1e3d038244b2a28aa21fedeaaecc716e52fae6cbbbd395ffaeed0265afa443.mp3
8 Kommentare
Owen Ansah hat in Bochum den Deutschen Meistertitel über 100 Meter gewonnen.
© Sven Hoppe/picture alliance/dpa
Der deutsche 100-Meter-Rekordhalter Owen Ansah hat sich trotz eines Verfahrens der Nationalen Anti Doping Agentur (Nada) den deutschen Meistertitel gesichert. Bei den Leichtathletik-Titelkämpfen in Bochum siegte der 25-Jährige vom Hamburger SV in 10,00 Sekunden. Seinen nationalen Rekord hatte er zuletzt auf 9,98 Sekunden gesteigert. Heiko Gussmann landete mit 10,06 Sekunden im Wattenscheider Lohrheidestadion auf dem zweiten Platz.
»Ich wollte allen zeigen, dass ich der schnellste Deutsche bin. Ich wollte eine Show bieten, das habe ich geschafft«, sagte Ansah im ZDF.
Zuvor hatte die Nada ein Verfahren gegen Ansah eingeleitet und als Grund eine verweigerte Dopingprobe genannt. Dennoch ist der Topathlet weiterhin startberechtigt. Nach Angaben seines Anwalts will Ansah gegenüber der Nada ausführliche Angaben machen.
Lückenkemper nur Dritte
In einer Stellungnahme des Deutschen Leichtathletik-Verbands hatte Ansah angegeben, er habe sich gerade auf den Weg zum Diamond-League-Meeting nach Monaco am 10. Juli machen wollen, als der Kontrolleur außerhalb des von Ansah angegebenen Probenzeitfensters geklingelt habe. »Ich war schon sehr spät dran und konnte so kurzfristig die Probe nicht abgeben, zumal ich kurz zuvor die Toilette besucht hatte«, hatte Ansah gesagt.
Bei den Frauen verpasste die einstige Europameisterin Gina Lückenkemper ihren siebten Titel und wurde in 11,29 Sekunden nur Dritte. Jolina Ernst holte sich in 11,26 Sekunden den Sieg vor Emma Goretzka. Die Berlinerin erzielte ebenfalls eine Zeit von 11,26 Sekunden, war aber wenige Tausendstel langsamer.