Stand: 12.07.2026, 20:27 Uhr
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Ein Motorradfahrer ist auf der B20 bei Nonnreit ums Leben gekommen. Sein Vater fuhr direkt vor ihm – und musste hilflos zusehen, wie sein Sohn nach einem Sturz von einem Kleinbus überrollt wurde.
Nonnreit – Ein junger Motorradfahrer ist am Sonntagmittag (12. Juli) auf der Bundesstraße 20 bei Nonnreit ums Leben gekommen. Besonders erschütternd: Sein Vater fuhr direkt vor ihm und musste das Unglück mit eigenen Augen verfolgen.

In Oberbayern ereignete sich ein tödlicher Unfall. © fib/EßVater bremst ab, Sohn reagiert zu spät: 20-Jähriger stirbt auf B20 in Bayern
Gegen 15.15 Uhr waren Vater und Sohn gemeinsam auf der B20 zwischen Nonnreit und Hochöster unterwegs, als sich die Situation zuspitzte. Der Vater musste sein Tempo drosseln, weil der Verkehr vor ihm stockte – das vorderste Fahrzeug wollte nach links abbiegen. Laut Polizei bemerkte der nachfolgende Sohn das Bremsmanöver offenbar zu spät. Er verlor trotz eines Bremsversuchs die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte auf die Fahrbahn.
In diesem Moment kam aus der Gegenrichtung ein Kleinbus heran. Dessen Fahrer leitete zwar sofort eine Bremsung ein, konnte aber nicht mehr rechtzeitig stoppen – und überrollte den auf der Fahrbahn liegenden Motorradfahrer, so die Polizei.
Trotz Großaufgebot: Jede Hilfe kam zu spät
Für den Verunglückten gab es keine Rettung mehr. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Sein Vater, der das Geschehen unmittelbar miterlebt hatte, stand dem Unglück hilflos gegenüber.
Die Einsatzkräfte rückten in großer Zahl an: Die Freiwillige Feuerwehr Dorfen war mit Kräften vor Ort, die Freiwillige Feuerwehr Raitenhaslach übernahm die Sperrung der B20 ab der Abzweigung nach Hochöster/Pirach und die Freiwillige Feuerwehr Asten leitete den Verkehr aus Richtung Nonnreit um.
Unfallsachverständiger soll Hergang klären
Auch der Rettungsdienst war im Einsatz: Zwei Rettungswagen, der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst eilten zur Unfallstelle. Das Leben des Motorradfahrers ließ sich dennoch nicht retten.
Die Polizei Burghausen sicherte mit vier Beamten die Unfallstelle und leitete die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang ein. Zur vollständigen Aufklärung des Geschehens wurde zusätzlich ein unabhängiger Unfallsachverständiger hinzugezogen. Die B20 blieb während der Unfallaufnahme und der anschließenden Bergungsarbeiten für längere Zeit vollständig gesperrt. (Quelle: Polizei) (res)