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Die Polizei hat in Litauen eine mordverdächtige 17-Jährige aus Castrop-Rauxel gefasst

Das Wichtigste in Kürze

Zielfahnder des Landeskriminalamtes NRW hatten das Mädchen ausfindig gemacht. Mit Hilfe des Bundeskriminalamtes und der litauischen Behörden vor Ort konnte die Schülerin festgenommen werden. Sie wurde mit europäischem Haftbefehl gesucht. Wie die Polizei am Montag (13.07.) bekannt gegeben hat, ist sie bereits in einer deutschen Haftanstalt untergebracht worden.

Eltern des Opfers sind erleichtert

Die Eltern des getöteten Onur sind erleichtert, dass die Verdächtige endlich gefasst wurde. "Sie sind in Tränen ausgebrochen", sagte ihr Anwalt Burkhard Benecken dem WDR.

Monatelang hat die Familie gezittert. Vor allem Onurs Mutter war regelrecht verzweifelt, sie sagte: vielleicht bekommen wir sie nie mehr! Burkhard Benecken, Anwalt der Familie Salbaş

Stich in den Hals

Die Tat hatte im Januar ganz Castrop-Rauxel geschockt. Die 17-jährige Schülerin soll den gleichaltrigen Onur durch einen Stich in den Hals heimtückisch und geplant getötet haben. Nach der Tat war die Jugendliche zunächst festgenommen, aber dann wieder freigelassen worden. Sie hatte eine Notwehrsituation geschildert, die sich wohl anfangs auch mit der Spurenlage deckte.

Monatelang auf der Flucht vor der Polizei

Bei einer Auswertung ihres Handy ergaben sich dann aber laut Staatsanwaltschaft ganz konkrete Hinweise darauf, dass die 17-Jährige die Tat geplant hat. Als Haftbefehl erlassen wurde, war sie bereits geflohen. Monatelang hatte die Polizei nach ihr gesucht, bis zu ihrer Festnahme in Litauen. Zu ihrem Motiv gibt es noch keine Hinweise.