Stand: 19.07.2026, 17:27 Uhr
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Hobbyradler fluteten am Sonntag die Strecke zwischen Soest und Hamm. Es waren wohl mehr als im letzten Jahr.
Soest/Welver/Hamm – Während sich knapp 200 Radprofis bei der Tour de France am Sonntag am Genfer See vorbei auf den Weg in die Alpen machten, fluteten Tausende Hobbyradler die Strecke zwischen Soest und Hamm. Die 19. Ausgabe des Sattel-Festes stand an.

Wieder mal haben sich zahlreiche Radfahrer zwischen Soest und Hamm bewegt. © Uli HosangObwohl das mediterrane Sommerwetter ausblieb, begaben sich schon am frühen Sonntagmorgen die ersten Radler auf die extra abgesperrte, rund 40 Kilometer lange Strecke. Wer von Hamm nach Soest fuhr, durfte sich ab mittags über stärker werdenden Rückenwind freuen. Richtung Hamm musste hingegen stärker in die Pedale getreten werden. Wobei, wie Welvers Pressesprecher Wolfgang Lückenkemper auf dem dortigen Fahrradmarkt betonte: „Heute sind viele mit Pedelecs unterwegs. Die haben den eingebauten Rückenwind mit drin.“
In Welver kehrt Markt nach Hause zurück
Lückenkemper freute sich besonders, dass der Fahrradmarkt in Welver – wo viele Radfahrer traditionell einen Stopp einlegen, weil die Gemeinde ungefähr in der Mitte der Strecke liegt – wieder auf den Marktplatz zurückkehren konnte. Wegen Sanierungsarbeiten hatte das Sattelfest im vergangenen Jahr umziehen müssen.
Auch auf den Fahrradmärkten in Hamm und Soest war einiges los. Dort stärkten sich die Radler vor der Abfahrt oder bevor sie sich auf den Rückweg machten. Wobei nicht alle die volle Strecke hin und zurück fuhren. Viele nutzten die Möglichkeit, einen Teil der Strecke mit Bus und Bahn zu absolvieren.
„Es waren definitiv mehr Teilnehmer als in den vergangenen Jahren“, sagte Mitorganisatorin Dörthe Strübli. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber einige tausend Radfahrer waren es ganz sicher. Das Wetter habe dabei eine Rolle gespielt: Kein Regen und nicht zu heiß – das waren Argumente für die Teilnahme. Und dass das Sattel-Fest am ersten Ferien-Wochenende stattfand, machte sich wohl auch bemerkbar. Viele waren eben noch in heimischen Gefilden. „Und die Stimmung war diesmal sehr entspannt“, blickte Strübli auf den Tag zurück.
Immer mehr tragen einen Helm
Unterwegs fiel auf, dass mehr und mehr Fahrradfahrer einen Helm tragen. „Gerade die Jüngeren tragen immer Helm“, berichtete Tobias Franzmann von der Ortsgruppe der DLRG Welver von seinen Erfahrungen. Bei den Älteren wachse die Zahl langsam an. Dabei schütze ein Helm gerade bei Stürzen vor schweren Verletzungen wie Schädelhirntrauma.

Soests Bürgermeister Marcus Schiffer und sein Rad rollten auch über die Strecke. © Uli HosangFür die Polizei verlief der Sattelfest-Sonntag ruhig, wie die Leitstelle auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte. Alles sei im Rahmen geblieben, heißt es. Bei einem Fahrrad-Check sorgte ein Zweirad allerdings für Empörung.