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Mark Forster spielt Goalball mit blinden Schülern – dann rockt er die Seewiese

Stand: 12.07.2026, 20:28 Uhr

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Blick ins Publikum

Die Besucher auf der Friedberger Seewiese haben ganz offensichtlich großen Spaß, singen lautstark die Hits von Mark Forster mit: „Es ist 3 Uhr nachts. Ich ruf jeden an, den ich kenn...“ © Christine Fauerbach

Der Popstar traf sich vor seinem Konzert in Friedberg mit 15 Schülern der Johann-Peter-Schäfer-Schule. Beim Goalball-Match spielte er mit geschlossenen Augen – wie seine Mitspieler mit Sehbehinderung.

Friedberg – Sommer, Sonne und Musik satt bei den Sommer-Shows. Die Friedberger Seewiese ist eine perfekte Location für Open-Air-Konzerte. So auch am Freitagabend, als lange vor Konzertbeginn die Besucher in Scharen auf die Seewiese strömten. Die Bandbreite der Musikliebhaber reichte von Familien und Paaren über Teenager und Cliquen bis zu Senioren. Alle freuten sich darauf, gemeinsam einen schönen Konzertabend unter freiem Himmel zu verleben.

Mark Forster und seine Band haben die Menge auf der Freidberger Seewiese vom ersten Ton an voll im Griff.

Mark Forster und seine Band haben die Menge auf der Friedberger Seewiese vom ersten Ton an voll im Griff. © Christine Fauerbach

Stargast des Abends war Mark Forster. Bevor der Sänger und Songwriter mit seiner Band das Publikum rockte, brachte seine Fans die Indie-Funk-Band „Rosmarin“ auf Betriebstemperatur. „Rosmarin“ das sind Sänger Silas de Jong, Gitarrist Lucas Schwedes, Bassist Noah Engel, Schlagzeuger Janosch Powierski und Backgroundsänger Luca Schocke am Keyboard. Die fünf Indie-Popper aus dem Großraum Kassel spielten unter anderem Songs aus ihrem neuen Album „Silhouetten“ wie „Blume, aus dem Garten gegenüber“ oder „Leere Worte“.

Über kompliziertes Leben und Lieben

Die Band hat sich erst im Sommer 2022 gegründet, wie Silas de Jong informiert. Schnell schwappte die Spiel- und Experimentierfreude, der voller Energie über die Bühne tanzenden und hüpfenden Musiker und Sänger, auf das Publikum über. In ihren Liedern thematisiert die Band kleine, zwischenmenschliche, Geschichten aus dem Alltag wie „Weit weg“, in dem sie eine Beziehung auf Distanz beschreiben. In „Lila/Grün“ heißt es dazu: „Sekt auf Eis, ich wart ’am Gleis, ich mag, wie du heißt.“ Das Leben ist kompliziert und die Beziehungen ebenfalls. Die Musik verbindet Indie und Pop mit Gute-Laune-Songs. Die Musik lädt zum Tanzen und Feiern, aber auch zum Mitsingen und Träumen ein.

Mit einem großen Dankeschön verlässt „Rosmarin“ nach einer Stunde die Bühne. Die gehört nun Mark Forster und seiner Band. Das Publikum jubelt, und die jungen Fans halten strahlend ihre gemalten Plakate in die Höhe. Umrahmt von roten und rosa Herzchen steht zu lesen „Mark Forster, du bist der Beste“, aber auch die Frage „Mark, ein Selfie?“ Mit ihren Eltern um die Wette jubeln Moritz und Johann (beide 8) aus Bad Soden dem erfolgreichsten deutschen Popstar der letzten Dekade zu. „Er rockt einfach“, sagt das Duo.. Die Lieblingssongs ihres Stars sind „Ein Lied“, „194 Länder“ und „So wie du warst“. Aus Bad Neustadt an der Saale nach Friedberg im Elterntaxi gekommen sind Luminor und Aaron (beide 9). Für das Duo ist es wie für die Fans aus dem Taunus das erste Konzert. Ihre Lieblingssongs sind „194 Länder“ und „3 Uhr nachts“. Ausgelassen singt das Quartett die Texte mit, klatscht und wippt in der Menge im Takt der Musik. Fans waren selbst aus Berlin-Kreuzberg angereist, um ihren Star live zu erleben. Alle vier versichern: „Mark Forster ist cool.“

Eine besondere Fangruppe

Eine weitere Fangruppe kam von der Johann-Peter-Schäfer-Schule. Dort hatte sich Mark Forster vorab mit 15 Schülern getroffen. Auf dem Programm standen eine Fragerunde, ein Fotoshooting und ein Goalball-Match. Mark Forster habe die Augen geschlossen, um den Klingelball unter gleichen Bedingungen wie seine Mitspieler mit Sehbehinderung ins gegnerische Tor zu werfen. Vor dem Besuch hatten die Schüler seine Musik gehört und sich über ihn und seinen Werdegang informiert. Beim Konzert waren alle gespannt, „ihren“ Star live zu hören. Bereits ab dem ersten Lied, einer Weltmeisterhymne für Friedberg, hatte der Sänger die Menge voll im Griff. Gespielt wurde eine Mischung aus neuen Songs wie „Zeitmaschine“ und „Rettest Du Mich“ sowie Hits wie „Au Revoir“, „Übermorgen“, „Sowieso“ und „Chöre“. Letzteres sang er mit der Unterstützung einiger Fans auf der Bühne und bei „einmal“ übergab er das Mikrofon an Saxofonist Nils, der in die Band zurückgekehrt ist. Seit 2012 erobert der gebürtige Kaiserslauterer mit seinen Songs die Bühnen der Republik und des angrenzenden Auslandes. Mit seiner Musik gelingt es ihm Generationen zu verbinden. In Friedberg fesselte er die Menge mit seinen Hits, viel Energie und Ausstrahlung.