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Meinung: Im Trendradar: Ach, wie herrlich ist das Hundeleben!

Was braucht ein Haustier, um glücklich zu sein? Die meisten würden wohl antworten: ausreichend Futter, Zeit für Bewegung, dazu am besten noch ein paar Kuscheleinheiten mit Herrchen oder Frauchen. Doch wer es sich leisten kann, legt noch eine Schippe drauf: zum Beispiel schöne Designeraccessoires, Spa-Aufenthalte, oder sogar ein Körbchen im Privatjet.

Das Angebot an Produkten und Services, mit denen sich normalerweise Erwachsene etwas Gutes tun, wächst auch für Haustiere. Designermarken wie Louis Vuitton, Celine oder Versace verkaufen Kollektionen aus Leinen, Kissen und Hundekotbeutel-Täschchen mit Logo aus feinstem Leder.

Familienmitglieder mit eigenen Ansprüchen

Die US-amerikanische Schauspielerin Kelly Rutherford (57), bekannt aus der Serie „Gossip Girl“, ist als Gesellschafterin bei der Marke Simply Wau eingestiegen. Gegründet wurde diese von ihrer langjährigen Freundin, der Hamburger Unternehmerin Michaela Cordes (57). Das Kernprodukt: ein Shampoo für Hunde, das die Hautgesundheit fördern soll. Beide Businessfrauen sind Hundebesitzerinnen und wissen: Viele Menschen betrachten ihre Vierbeiner als vollwertige Familienmitglieder und wollen daher auch für diese nur das Beste.

Manche pflegen für ihre Lieblinge eigene Instagram-Accounts (Demi Moores (63) kürzlich verstorbener Chihuahua Pilaf hat mehr als 72.000 Follower) und gut ausgestattete Garderoben. Darauf baut das kalifornische Magazin „Dogue“ auf, das sich als erstes Modeheft für Hunde versteht. Auch die Kosmetikunternehmerin und aus dem deutschen TV bekannte „Löwin“ Judith Williams (54), Mama des Cavalier-King-Charles-Spaniels Sissi, bietet Pflegeprodukte für Hunde an, darunter ein Anti-Aging-Serum. „Höhle-der-Löwen“-Investor Carsten Maschmeyer (67) postet auf Instagram Knuddelvideos mit seinen drei Hunden. Und Fressnapf-Gründer Torsten Toeller (60) hat auf seiner Liebe zu Tieren ein Milliardenbusiness aufgebaut.

2025 gab es in 43 Prozent aller deutschen Haushalte mindestens ein Tier, das Geschäft mit Futter, Katzenstreu und Co. generierte allein im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 7 Milliarden Euro, so der Zentralverband der Heimtierbranche (ZZF). Auch Reiseunternehmen reagieren: Der Schweizer Anbieter von Sharing-Privatjetreisen Travelcoup erlaubt neuerdings pro Passagier einen Hund an Bord. Ein Hundeleben zum Abheben.

Das Trauerspiel

Überfordert, mutlos, uneins: Warum die Familien Porsche und Piëch zur Gefahr für Volkswagen werden