Stand: 11.07.2026, 18:21 Uhr
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Laden, planen, entspannt ankommen: Mit diesen Tipps meistern E-Auto-Fahrer die Fahrt in den Sommerurlaub ganz ohne Stress.
Hamm – Die Sommerferien stehen vor der Tür, und für viele Familien in NRW geht es in den lang ersehnten Urlaub. Eine Umfrage von AutoScout24 zeigt, dass rund 60 Prozent der Deutschen mit dem eigenen Fahrzeug verreisen wollen. Die Neuzulassungen im Juni zeigen, dass sich E-Autos immer größerer Beliebtheit erfreuen. Rund 84.000 vollelektrische Autos wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zugelassen – erstmals mehr als reine Hybridfahrzeuge. Für viele Menschen in NRW steht damit der erste Sommerurlaub mit dem E-Auto an. Doch bevor es losgeht, gibt es noch einige Dinge zu beachten und eine Menge Tipps, die den Sommerurlaub deutlich entspannter machen.

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Wer mit dem E-Auto in den Urlaub fährt, findet hier die wichtigsten Tipps. © Thomas Koehler/photothek.de via www.imago-images.de/imago images/photothekDenn eine Urlaubsfahrt mit dem E-Auto unterscheidet sich in einigen Punkten von der gewohnten Fahrt mit dem Verbrenner. Wer sich vorab mit Ladeplanung, passender App und ein paar Handgriffen beschäftigt, erspart sich unnötigen Stress unterwegs.
Tipps für den Sommerurlaub mit dem E-Auto
Route und Ladestopps vorher planen: Eine gute Vorbereitung ist bei der Urlaubsfahrt mit dem E-Auto besonders wichtig. Fahrer sollten nicht nur Staus und Baustellen im Blick haben, sondern auch die Ladehalte entlang der Strecke vorab festlegen. Dabei empfiehlt es sich, Schnellladesäulen anzusteuern. Zudem sollte der Akku vor der Abfahrt möglichst vollständig geladen werden. „Um Ladestopps zu optimieren, lade ich das E-Auto vor der Abfahrt auf 100 Prozent voll“, sagt Christoph Ebert, Geschäftsführer von E.ON Drive. Unterwegs reiche es meist aus, bis 80 Prozent zu laden, da der Ladevorgang danach deutlich langsamer wird.
Ausreichend Reichweitenreserve einplanen: Wer entspannt ans Ziel kommen möchte, sollte nicht mit dem letzten Prozent Akkustand an der nächsten Ladesäule ankommen. „Planen Sie für die nächste Etappe immer eine Restreichweite von etwa 10 bis 20 Prozent ein, um flexibel auf belegte oder defekte Säulen reagieren zu können“, rät Schmidt. Die Reserve sorgt dafür, dass im Zweifel problemlos ein alternativer Ladepunkt angesteuert werden kann.
Weitere Tipps: die richtige App und Nutzung der Ladepausen
Auto-Navi nutzen und die richtige Lade-App: Moderne E-Autos unterstützen Fahrer bei der Reiseplanung. Das Fahrzeug-Navi berücksichtigt Reichweite und Ladestand und schlägt passende Ladestopps entlang der Route vor. „Ich nutze mein Auto-Navi auch dann, wenn ich die Strecke auswendig kann, denn es plant die idealen Ladestopps für mich ein“, sagt Ebert. Ergänzend empfiehlt sich eine Lade-App, die verschiedene Ladenetze bündelt. So lassen sich freie Ladepunkte finden und Ladevorgänge auch im Ausland unkompliziert bezahlen.
Ladepausen entspannt nutzen: Anders als beim Verbrenner gehören Ladepausen zur Reise dazu. Die Experten sehen darin jedoch keinen Nachteil. „Ladepausen sind keine verlorene Zeit, ganz im Gegenteil“, sagt Ebert. Die meist 20 bis 45 Minuten langen Stopps lassen sich für einen Kaffee, einen Toilettengang, eine Mahlzeit oder einen kurzen Spaziergang nutzen. Auch der ADAC empfiehlt, die Ladezeit bewusst als Erholungspause in die Reise einzuplanen.
Unterkunft mit Lademöglichkeit buchen: Immer mehr Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze bieten inzwischen eigene Ladepunkte oder Wallboxen an. Wer sein Fahrzeug über Nacht laden kann, startet am nächsten Morgen mit vollem Akku in den Urlaubstag. Gerade in Regionen mit weniger öffentlicher Ladeinfrastruktur empfiehlt der ADAC deshalb, schon bei der Buchung auf entsprechende Angebote zu achten. Das spart Zeit und macht den Aufenthalt deutlich komfortabler.
Mit diesen Tipps steht dem Sommerurlaub mit dem E-Auto nichts mehr im Weg. Wer einen Ausflug in NRW vor dem Urlaub planen möchte, ist in einem wiederöffneten Freibad an der richtigen Adresse.