Stand: 14.07.2026, 22:33 Uhr
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Am Wochenende wird es frisch – doch wer auf ein Sommerende hofft, liegt falsch. Denn Ende Juli lauert weitere Hitze. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Aufatmen zum Wochenende (18. und 19. Juli) – aber bitte nicht zu früh freuen. Ein Schwall Atlantikluft drückt die Temperaturen tatsächlich nach unten, statt Rekordhitze gibt es Wolken, kräftige Gewitter und vielerorts nur noch 20 bis 25 Grad. Nach dem Backofen der letzten Tage fühlt sich das für viele fast schon kühl an.

Ende Juli noch einmal große Hitze? Das GFS-Modell der NOAA rechnet erneut mit 40 Grad. © METEORED/www.daswetter.comAber Hand aufs Herz: kalt ist etwas anderes. Wer jetzt die dicke Jacke aus dem Schrank kramt, greift kräftig daneben. Das ist keine Kaltfront, die den Sommer beerdigt, sondern eine kurze Verschnaufpause. Ein paar Tage durchatmen, die trockenen Böden bekommen etwas Regen ab – und dann dreht das Wetter schon wieder auf.
Chaos-Wetter droht – und bringt die pure Hitze
Denn im Hintergrund braut sich längst der nächste Brocken zusammen. Über dem Mittelmeer schaukelt sich eine gewaltige Hitzeglocke auf, und in einem Punkt sind sich die Modelle ziemlich einig: Ende Juli, Anfang August will diese Glutluft zurück nach Mitteleuropa.
Ein Tief vor Portugal könnte wie eine Pumpe wirken und die Wüstenluft direkt zu uns schaufeln. Wenn das so kommt, reden wir nicht über ein laues Sommerlüftchen. Dann stehen wieder 35, 38, örtlich vielleicht sogar die 40-Grad-Marke im Raum – eine Welle mit dem Zeug, alles Bisherige in den Schatten zu stellen.
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Genau in dieses Fenster fallen die berühmten Hundstage. Der Name klingt nach müden Vierbeinern in der Sonne, hat damit aber nichts zu tun. Gemeint ist Sirius, der Hundsstern im Sternbild Großer Hund – der hellste Stern am Nachthimmel. In der Antike ging er in dieser Zeit gemeinsam mit der Sonne auf, und die Menschen glaubten, er heize der Sonne noch zusätzlich ein. So entstand die Faustregel: Vom 23. Juli bis 23. August liegt die heißeste, drückendste Phase des Sommers. Ein alter Erfahrungswert, keine exakte Wissenschaft – aber wenn die Modelle recht behalten, macht Sirius seinem Ruf in diesem Jahr wieder alle Ehre.