Wer am Potsdamer Platz regelmäßig von der S-Bahn in die U2 umsteigt, kennt diesen Übergang. Raus aus dem S-Bahntunnel, über die Straße und wieder runter in den U-Bahntunnel. Die Rede ist von einer Stelle zwischen der Hauptstraße Potsdamer Platz/Stresemannstraße und der Einmündung der Gabriele-Tergit-Promenade in den Potsdamer Platz. Oder einfacher: Die Straße, die die Eingänge von U2 und den S-Bahnlinien trennt.
Jenseits der Hauptkreuzung am Potsdamer Platz laufen täglich mehrere Tausend Menschen über die Straße. Und die haben es oft eilig. Denn darunter sind viele Pendler, die von der U2 in die S-Bahnen wechseln und ihren Anschluss nicht verpassen wollen. Das Problem ist nur: An der Straße, die S- und U-Bahneingang trennt, gibt es weder eine Ampel, noch einen Fußgängerüberweg. Wer dort die Straße wechselt, wird meist von der Pendlermasse hinübergespült. Autos müssen warten – auch wenn sie eigentlich Vorfahrt hätten. Das sorgt mitunter für brenzlige Situationen und riskante Manöver seitens der Fußgänger.
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FDP will Zebrastreifen für Pendler
Die Gefahrenstelle ist dem Bezirksamt Mitte aber bekannt. Ein Antrag der FDP-Fraktion im Verkehrsausschuss des Bezirks hat inzwischen das Bezirksparlament passiert und auch die Senatsverwaltung erreicht. Denn die ist für die Straße zuständig. Laut dem Antrag sollen sich Bezirk und Senat um einen Zebrastreifen kümmern.

„Das Straßen- und Grünflächenamt Mitte hat das Ersuchen an die in der Senatsverwaltung zuständige AG Querungshilfen weitergegeben“, heißt es beim Bezirk. Grundsätzlich sei man dafür, den Verkehr an der Stelle zu beruhigen und die Fußgänger zu schützen. Man könne sich aber auch andere Maßnahmen als einen Zebrastreifen vorstellen. Aber: Der Ball liegt jetzt beim Berliner Senat. Auch dort scheint man nicht abgeneigt. „Das Anliegen kann grundsätzlich nachvollzogen werden“, heißt es auf Anfrage. Ob am Ende ein Zebrastreifen, eine Ampel oder eine andere Lösung kommt, sei aber noch offen. Ebenso gebe es noch keine Kostenkalkulation. Aber alle scheinen sich bislang einig, hier muss etwas passieren – zumindest fast alle.
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Denn glaubt man der Unfallstatistik der Berliner Polizei, ist nicht klar, ob die vielen Fußgänger überhaupt in Gefahr sind. In den vergangenen fünf Jahren kam es an der Stelle zu vierzehn Unfällen, teilt die Polizei gegenüber der Morgenpost mit. Drei Menschen wurden dabei leicht verletzt. Doch der eigentliche Haken an der Sache ist: „Bei keinem der registrierten Verkehrsunfälle waren Fußgängerinnen oder Fußgänger beteiligt.“