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„Gebäude mit Leben füllen“: Schulleiter Förster verlässt Bad Tölz

Stand: 18.07.2026, 18:04 Uhr

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Verlässt die Tölzer Realschule nach fünf Jahren: Schulleiter Klaus Förster.

Verlässt die Tölzer Realschule nach fünf Jahren: Schulleiter Klaus Förster. © Arndt Pröhl

Klaus Förster wechselt zum neuen Schuljahr zurück an die Realschule Weilheim. Die Nachfolge soll rechtzeitig geregelt sein.

Bad Tölz – Einen Wechsel an der Spitze gibt es zum neuen Schuljahr an der Tölzer Realschule. Schulleiter Klaus Förster (59) verlässt die Einrichtung und wechselt – ebenfalls als Schulleiter – zurück an die Realschule Weilheim.

Als Förster im August 2021 nach Bad Tölz kam, war zunächst coronabedingt vieles noch sehr eingeschränkt: Die Klassen mussten in kleinere Gruppen eingeteilt werden, es gab keine Klassenfahrten, und er selbst wurde als Schulleiter nie offiziell ins Amt eingeführt. „Schwierige Bedingungen“, wie Förster sagt. Die Nachwirkungen der Krise seien bis heute spürbar. „Das Soziale, die Kommunikation haben sich verändert.“

Doch nach dem holprigen Start wurden viele tolle Projekte umgesetzt. Besonders wichtig sind für Förster Sport und Bewegung. Daher förderte er auch immer sportliche Ideen. Unter anderem läuft die Realschule seit vier Jahren unter dem Slogan „Gute gesunde Schule“. Darunter fällt neben sportlichen Tätigkeiten wie Bouldern und Tischtennis aber auch das Thema psychische Gesundheit. Dafür gibt es in den Pausen Angebote für individuelle Gespräche.

Dass Bewegung so in den Fokus rücke, habe auch damit zu tun, dass es an der Tölzer Realschule immer viele Buben gab. „Sie haben einfach einen natürlichen Bewegungsdrang“, sagt Förster lachend. Doch seit der Öffnung der Realschule Hohenburg für Buben im Jahr 2024 setzt auch in Tölz ein Wandel ein. Stand das Verhältnis Jungs zu Mädels in den höheren Klassen noch bei 80 zu 20 ist es in den unteren Klassen nun näher an ein 50:50 gerückt. Das habe das Schulklima verändert, zum Positiven, so Förster.

Gerne habe er auch immer mit den direkten Nachbarn des Förderzentrums zusammengearbeitet. „Wir haben gemeinsam den Pausenhof gestaltet, der Weihnachtsmarkt ging nun auch über beide Schulen.“ Er halte es für wichtig, gemeinsame Ressourcen zu nutzen. Auch die Sitzgelegenheiten im Pausenhof waren ein gemeinsames Projekt. Die Schule als etwas zu präsentieren, was über Unterricht hinausging, findet Förster von Bedeutung. „Wir wollen das Gebäude mit Leben füllen.“ 2024 gab es einen Preis für außerunterrichtliche Aktivitäten. „Wenn Lehrer mit Ideen zu mir kommen, versuche ich sie immer zu unterstützen.“ Es sei ein Vorteil für die ganze Schülerschaft.

Dass er nun nach Weilheim wechselt, von wo er vor fünf Jahren kam, hat ganz praktische Gründe: „Ich komme aus Weilheim, die Pendelei ist sehr kräftezehrend.“ Eigentlich sei er darauf eingestellt gewesen, in Bad Tölz zu bleiben. Aber nun hört der Schulleiter der Weilheimer Realschule auf – und Förster ergriff die Gelegenheit. Einiges habe sich seit seinem Weggang aber verändert. „Von 60 Kollegen kenne ich vielleicht noch ein Drittel.“ Auch müsse er sich neu in die Strukturen vor Ort einarbeiten. Den 500 Schülern in Tölz stehen 700 in Weilheim gegenüber.

Noch sei er rundum mit den Planungen für die Tölzer Schule für das kommende Schuljahr beschäftigt. Es gebe noch einiges zu tun. Was er vermissen werde, sei die tolle Zusammenarbeit im Team der Schulleitung. „Wir hatten immer recht ähnliche Vorstellungen.“ Die Besprechungen seien stets sehr angenehm gewesen. Derzeit läuft die Bewerbungsphase für die Nachfolge von Klaus Förster. Vorgesehen sei, dass die Realschule zu Beginn des neuen Schuljahres nicht ohne Schulleiter dasteht.