Stand: 19.07.2026, 13:06 Uhr
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Noel Aseko wechselt für zwölf Millionen vom FC Bayern zur Eintracht und unterschreibt bis 2031. Parallel verhandelt Frankfurt mit dem FC Brügge über Raphael Onyedika.
Noel Aseko ist ein aufgewecktes, gewitztes Kerlchen, 20 Jahre jung, in Berlin geboren und bei der Hertha fußballerisch ausgebildet. „Ich bin immer gut drauf“, sagt der jüngste Neuzugang der Eintracht und lacht. „Ich bin lustig.“ Und diese Positivität möchte er weitergeben, hineintragen in seine neue Welt in Frankfurt, der er sich bis 2031 verschrieben hat. „Ich denke, Ihr werdet sehr viel Spaß mit mir haben.“ Und wieder ein breites Lächeln.

Neu im Eintracht-Gewand: Noel Aseko. © EintrachtWochenlang hat die Eintracht mit dem FC Bayern München um den Profispieler gepokert, ehe am Wochenende weißer Rauch aufstieg. Rund zwölf Millionen Euro kostet der Akteur, der im Mittelfeld mit allen Nummern des Fußballs vertraut ist, also Sechs (vorwiegend), Acht (gerne) oder Zehn (selten). Aber auch rechter Außenverteidiger ist locker drin. „Er ist ein junger deutscher Spieler mit sehr viel Talent“, befindet Sportdirektor Timmo Hardung. „Die Zukunft liegt vor ihm.“ Die will Aseko proaktiv gestalten. „Es ist ein wichtiger Karriereschritt für mich. Frankfurt ist der richtige Ort“, sagt er und zählt schnell ein paar Vorzüge auf: „Überragende Fans, überragendes Stadion, tolle Stadt.“ Kennt man ja.
Hütter über Aseko: „Passt zu uns“
Aseko war von den Bayern an den Zweitligisten Hannover 96 ausgeliehen, wo der Hochbegabte für Furore sorgte und zu den besten Mittelfeldakteuren der Liga zählte. Er besticht durch seine Dynamik und sein konsequentes Einsteigen. „Die Art und Weise, wie er spielt, passt sehr gut zu uns“, urteilt Trainer Adi Hütter, der ihn als Sechser sieht.
Dort ist auch Raphael Onyedika zu Hause. Der resolute Abräumer des FC Brügge ist auf der Wunschliste der Eintracht weit nach oben gerutscht. Und die Chancen, dass der 25-Jährige nach einigen erfolglosen Abwerbeversuchen dieses Mal den Weg nach Frankfurt findet, stehen nicht schlecht. Mit dem nigerianischen Nationalspieler ist bereits Einigkeit erzielt worden, mit den Belgiern wird noch über die Ablöse gefeilscht.
Der Eintracht kommt entgegen, dass Onyedika vertraglich nur noch ein Jahr gebunden ist. Die Entschädigungssumme dürfte daher im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen. Es wäre ein beachtenswerter Transfer, der Mittelfeldmann ist begehrt, würde vor allen Dingen Mentalität und Resilienz mitbringen.
So weit ist es beim Karlsruher Offensivspieler Ben Farhat noch nicht. Bei der Ablöse liegen die Hessen und die Badener noch ein Stück weit auseinander, zehn Millionen Euro werden die Frankfurter für den 19-Jährigen nicht zahlen. Hinzu kommt: Die Eintracht hat zurzeit andere Prioritäten, muss zum einen den Kader noch ausdünnen und zum anderen vielleicht auch mal den einen oder anderen Abwehrspieler holen. Farhat könnte bald den Adler auftragen, doch dass er wirklich, wie kolportiert, zeitnah aufschlägt, scheint fraglich.
Krösche erklärt sich
In jedem Fall ist Sportvorstand Markus Krösche viel beschäftigt. Und sein Fokus sollte jetzt auch wieder ganz auf dem Sport liegen. Die Nebengeräusche sind erst einmal gedimmt. Die waren ganz schön laut, weil der Manager ein undurchsichtiges Grundstücksgeschäft in Kroatien mit der Ehefrau des umtriebigen Beraters Andy Bara nicht angezeigt hatte.
Krösche, schwer unter Druck, negiert einen Interessenkonflikt, räumt aber ein: „Im Nachhinein wäre mehr Offenheit, insbesondere dem Aufsichtsrat gegenüber, klüger gewesen. Das war mein Fehler, das würde ich heute anders handhaben“, sagte er dem Kicker. Bei der Eintracht hoffen die Verantwortlichen nach dem medialen Sturm aus der Vorwoche auf innere Ruhe. Wie die Zukunft von Markus Krösche in Frankfurt aussehen wird, wird eben die Zukunft zeigen.