Eintracht ist bei Eigengewächs Elias Baum gefordert
Stand: 13.07.2026, 19:05 Uhr
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Eintracht Frankfurt will die Jugend stärker fördern. Elias Baum zählt zu den verheißungsvollsten Talenten. Wie geht es bei ihm weiter?
Frankfurt – 71 Minuten. Das ist die gesamte Spielzeit, die Elias Baum in der Saison 2025/26 bei Eintracht Frankfurt sammeln durfte. Es war ein verlorenes Jahr. Und klar ist: Das muss sich ändern. Bei der ersten öffentlichen Einheit vor 2000 Fans am Montagnachmittag war Baum aber dabei. Der Österreicher möchte sich das Eigengewächs ganz genau ansehen. Kann er dessen unbestritten vorhandenes Potenzial ausschöpfen?

Absolut Eintracht – absolut hautnah! Unsere Reporter sind für euch hinter den Kulissen der SGE unterwegs. Videos, Analysen, Interviews und viele weitere exklusive Inhalte bekommt ihr im Web, in der App und auf Social Media. © Absolut EintrachtRückblick: Baum hatte nach seiner Rückkehr aus Elversberg zunächst einen schwierigen Start in der Heimat. Er verpasste mit den Saarländern denkbar knapp den Aufstieg und reiste mit diesem Frust im Gepäck direkt zur U21-Europameisterschaft. Deutschland unterlag erst im Finale, weshalb es für Baum eine sehr lange Saison wurde. Nach kurzer Pause stieg er mit der Eintracht sofort in den Flieger ins Trainingslager in die USA. Die Strapazen waren enorm.
Elias Baum hatte eine tragische Saison bei der Eintracht
Zur Unzeit zog auch noch der Körper einen Strich durch die Rechnung. Im Herbst, als Rasmus Kristensen mit einer Oberschenkelblessur ausfiel, verletzte sich Baum am Oberschenkel und musste einige Wochen passen. Als das Eigengewächs kurz vor Weihnachten unter Ex-Trainer Dino Toppmöller erstmals eingewechselt wurde, zog es sich bei einem Pressschlag in Hamburg (1:1) eine Innenbandverletzung zu.
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Trotz all dieser Rückschläge hätte ihm mehr Vertrauen gutgetan – schließlich war er der stärkste Rechtsverteidiger der Zweitliga-Saison 2024/25. Toppmöller-Nachfolger Albert Riera fand jedoch kaum Verwendung für Baum und setzte ihn dann phasenweise noch in falscher Rolle ein. Ohne Rhythmus und konstante Einsatzzeiten wird eine Entwicklung gebremst statt gefördert. Und so kann und darf es für den gebürtigen Frankfurter nicht weitergehen.
Die Eintracht muss das Vertrauen von Baum zurückgewinnen. Nach dem Kristensen-Abgang zum FC Midtjylland gibt es nun die Möglichkeit, voll auf ihn zu setzen. Der bis 2028 laufende Vertrag könnte zudem als weiteres Zeichen angepasst werden – sowohl in Bezug auf die Länge als auch auf das Gehalt. Er benötigt unter Hütter zügig Klarheit über seine Rolle. Ohne internationalen Wettbewerb gibt es weniger Rotation. Bankdrücker zu bleiben, ist keine Option für Baum.
Denn die Interessenten stehen Schlange bei ihm. Vor allem der Hamburger SV hat nach Informationen von Absolut Fussball gesteigertes Interesse und schaut genau hin, wie es bei Baum weitergeht. Hütter hat im Sommer 2019 allerdings gezeigt, dass er sich in einer Vorbereitung überzeugen lassen kann. Daichi Kamada kam vor sieben Jahren von einer Leihe aus Belgien zurück. Der Japaner sollte die Hessen ursprünglich in Richtung Genua verlassen.
Kamada überzeugte in den Testspielen und auf dem Trainingsplatz. Hütter bemerkte die positive Tendenz bei ihm und schob einem Abgang den Riegel vor. Der Rest ist Geschichte! Kamada wurde Stammspieler und führte die Eintracht als Spielmacher zum Europa-League-Triumph 2022. Baum wird unter Hütter eine Chance erhalten.
Die Frankfurter reisen vom 23. Juli bis 1. August an den Chiemsee nach Grassau. Dort werden die Grundlagen für die Saison gelegt. Aktuell gibt es einige Gerüchte über einen neuen Rechtsverteidiger. Mit Anton Gaeii von Ajax Amsterdam herrscht laut Sky eine Vereinbarung. Sollte Baum einen starken Eindruck hinterlassen, könnte es auf einen spannenden Konkurrenzkampf hinauslaufen. Es liegt auch an ihm, die Möglichkeit zu nutzen – und an der Eintracht, ihm einen klaren Weg aufzuzeigen.