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Ryanair-Drama: Ehefrau schildert Details – „Er wurde dreimal ohnmächtig“

Für den 61-jährigen Passagier, der vor vier Tagen beinahe aus dem zerbrochenen Fenster einer Ryanair-Maschine gesogen wurde, ist die Welt nicht mehr, wie sie war. Ljubiša Karović liegt schwer verletzt in einem Krankenhaus in der griechischen Großstadt Thessaloniki. Er muss mit Sauerstoff versorgt werden, sein Hals steckt in einer Halskrause, seine Arme sind zerschnitten von Glassplittern.

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Svetlana Maksimovic, die Frau des Passagiers, berichtet gegenüber „Bild“ vom Zustand ihres Mannes, dem das Sprechen noch schwerfällt. Sie berichtet, wie stark angeschlagen ihr Mann nach dem Vorfall ist, der beinahe in einer schlimmen Katastrophe geendet wäre. „Wäre er nicht angeschnallt gewesen, wäre er vermutlich aus dem Fenster hinausgesogen worden“, sagt seine Frau.

Flugzeugfenster zerbricht: Ryanair-Passagiere retten Mann

Was war geschehen? Das Paar aus Serbien war auf einer Geschäftsreise nach Deutschland unterwegs, schreibt das Boulevardblatt. Sie saßen im Ryanair-Flieger FR 1879 von Thessaloniki nach Memmingen in Bayern. Frau Svetlana saß auf Platz 14C, während Ljubiša Karovićer ein paar Reihen weiter vorn einen Platz zugewiesen bekommen hatte. Rechts am Fenster der Boeing 737-800. Etwa 40 Minuten nach dem Start dann begann das Chaos.

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Plötzlich zerbrach das Fenster, an dem Ljubiša Karović gesessen hatte. Der starke Sog in Tausenden Metern Flughöhe führte zu einem Druckabfall in der Kabine und zog den Mann sofort nach draußen. Nur das beherzte Zugreifen von Frau Svetlana und anderen Passagieren habe dafür gesorgt, dass Karović nicht vollständig aus dem Flugzeug gesaugt wurde. Kopf und rechte Hand hingen bereits aus dem Flieger. Sauerstoffmasken fielen von der Decke. Die Passagiere an Bord gerieten in Panik. „Es hat nicht viel gefehlt und mein Mann wäre jetzt tot“, so Svetlana Maksimovic über ihren Mann.

Fensterbruch im Flugzeug: Anschnallgurt rettet Ryanair-Passagier das Leben

Doch der Geschäftsmann und Vater zweier Kinder hatte Glück im Unglück. Zum Zeitpunkt des Fensterbruchs war Ljubiša Karović angeschnallt. Womöglich verhinderte diese Tatsache das Schlimmste.

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Der Pilot drehte das Flugzeug um und landete nach mehreren Schleifen über dem griechischen Festland wieder in Thessaloniki. Nach der Landung war klar: Ljubiša Karović ist schwer verletzt. Die Sogwirkung und die Fluggeschwindigkeit von etwa 600 Kilometern pro Stunde setzten den Körper des Mannes unglaublichen Kräften aus. Die Ärzte untersuchten auch sein Herz, da sein Kreislauf immer wieder zusammengebrochen war. Hinzukämen die psychischen Spuren, sagt seine Frau.

„Er wurde dreimal ohnmächtig und ist psychisch stark angeschlagen. Er zittert, sobald er etwas von Flugzeugen hört“, so Frau Svetlana. Was zu dem Unglück geführt hatte, ist noch nicht abschließend geklärt.