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Eine 36-jährige Sicherheitskraft der Bahn ist in Baden-Württemberg durch eine Tür gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Zuvor gab es bei einer Kontrolle Streit.
Quelle: DIE ZEIT,
AFP,
dpa,
jj
- Juli 2026, 5:39 Uhr
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Der Sicherheitsmitarbeiter der Bahn wurde lebensgefährlich verletzt (Symbolbild).
© Stefan Puchner/dpa
Ein Bahn-Mitarbeiter ist nach einer Auseinandersetzung mit einem Fahrgast aus einem fahrenden Zug gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Der Vorfall habe sich auf der Bahnstrecke von Offenburg nach Karlsruhe ereignet, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Karlsruhe mit. Der 26-jährige Mitarbeiter von DB Sicherheit sei nach einer umfangreichen Suchaktion im Bereich der Gleise entdeckt und ins Krankenhaus gebracht worden.
Fahrscheinprüfer kontrollierten den Angaben zufolge am Freitagabend einen 36-jährigen Fahrgast. Dabei sei es zu einem verbalen Streit gekommen, weshalb zwei Mitarbeiter der DB-Sicherheit hinzugezogen worden seien. Der mutmaßlich alkoholisierte Fahrgast soll die Mitarbeiter der DB-Sicherheit beleidigt haben. Anschließend habe es eine körperliche Auseinandersetzung gegeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. »Während des Gerangels stürzten beide Beteiligte zu Boden. Hierbei öffnete sich aus bislang ungeklärter Ursache die Tür des fahrenden Zuges, und der 26-Jährige stürzte auf Höhe von Ettlingen-Bruchhausen aus dem Zug.«
Ermittlung zu Hintergründen
Der Fahrgast sei noch im Zug vorläufig festgenommen worden. Der Bahn-Mitarbeiter wurde der Polizei zufolge etwa zwei Kilometer hinter dem späteren Halteort des Zuges mit lebensgefährlichen Verletzungen aufgefunden. Zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf des Geschehens wird noch
ermittelt. Der betroffene Zug wird wegen der laufenden Untersuchungen
vorerst nicht weiter im Bahnverkehr eingesetzt.
Mitarbeiter der Deutschen Bahn werden immer wieder Ziel von Angriffen. Im Februar hatte der Tod eines Zugbegleiters nach einem Angriff durch einen Schwarzfahrer in Rheinland-Pfalz bundesweit Entsetzen ausgelöst. 1.630 Bahn-Mitarbeitende der Deutschen Bahn und 4.672 Bundespolizisten wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bedroht, angegriffen oder auf andere Weise Opfer einer Straftat. Das teilte das Bundesinnenministerium auf Anfrage des Linkenabgeordneten Dietmar Bartsch mit.