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Drama auf Wanderung: Labrador frisst Cannabis und bricht zusammen – 14 Bergretter müssen ran

„Dachte, ich würde sie verlieren“: Labrador frisst wohl Cannabis auf Wanderung und bricht zusammen

Stand: 17.07.2026, 13:23 Uhr

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Eine Hundetrainerin wollte mit ihrer Labradorhündin auf Schottlands höchsten Berg – doch Tokyo brach unterwegs bewusstlos zusammen. Eine dramatische Rettung folgte.

Kassel – Es war als schöner Ausflug in die Natur geplant: Hundetrainerin Christina Bluhme aus Esher in Surrey wollte gemeinsam mit ihrer fünfjährigen Labradorhündin Tokyo auf den Ben Nevis steigen – den mit 1.345 Metern höchsten Berg Großbritanniens in den schottischen Highlands. Doch aus dem Bergabenteuer wurde ein Albtraum.

Hund wird gerettet

Labradorhündin Tokyo wird von der Bergrettung abtransportiert, nachdem sie herumliegendes Cannabis gefressen hat. © Facebook lochabermrt

Auf rund halber Strecke zum Gipfel brach Tokyo unvermittelt zusammen. Die Hündin verlor die Kontrolle über ihre Hinterbeine und wurde immer wieder bewusstlos. Bluhme geriet in Panik. „Ich dachte wirklich, ich würde sie verlieren“, sagte sie der BBC. Es sei „einer der erschreckendsten Tage“ ihres Lebens gewesen.

Rettungsteam greift auf Wanderung ein: Cannabis für Labradordame lebensbedrohlich

Die Besitzerin alarmierte sofort das Lochaber Mountain Rescue Team – eine Mannschaft aus ehrenamtlichen Bergrettern. 14 Helfer rückten aus, legten Tokyo auf eine Trage und transportierten sie über Geröll und felsiges Gelände sicher ins Tal. Dort untersuchten Tierärzte der Crown Vets-Klinik in Fort William das Tier.

Ihr Befund: Die Hündin hatte offenbar auf dem Wanderweg weggeworfenes Cannabis gefressen. Ein Sprecher des Rettungsteams bestätigte gegenüber der BBC: „Es wird nun vermutet, dass Tokyo etwas eingenommen hat, das sie lebensbedrohlich krank gemacht hat.“

Hundebesitzerin dankt Bergrettern

Laut Guardian, der sich auf die Tierklinik Vets Now beruft, haben Hunde mehr Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn als Menschen – Cannabis wirkt auf sie daher deutlich stärker. Erste Symptome können bereits 30 bis 90 Minuten nach dem Fressen auftreten: Gleichgewichtsverlust, Bewusstlosigkeit, erweiterte Pupillen.

Tokyo erholte sich bis zum nächsten Tag vollständig. Bluhme ist dankbar, aber auch alarmiert: „Einen 25 Kilogramm schweren Labrador den Ben Nevis hinunterzutragen, war für mich allein unmöglich“, sagte sie der BBC. Ohne die Bergretter wäre die Rettung gescheitert, ist sie überzeugt.

Happy End nach Cannabis-Drama – und ein dringender Appell

Nun warnt die Hundetrainerin andere Tierbesitzer: „Bitte denkt daran, dass weggeworfene Drogen und andere giftige Substanzen manchmal sogar an den schönsten Orten im Freien zu finden sind.“ Hundebesitzer sollten bei Symptomen ihrer tierischen Lieblinge generell wachsam sein – auch Erkrankungen lassen sich so frühzeitig erkennen.

Für das Lochaber Mountain Rescue Team war es übrigens nicht der erste ungewöhnliche Tiereinsatz am Ben Nevis: Bereits 2022 mussten die Retter laut der Website vol.at eine 35 Kilogramm schwere türkische Akbash-Hündin namens Maggie vom Berg holen. (Quellen: bbc.co.uk, theguardian.com, vol.at, Instagram) (bs)