- Home
- News
- Top News
- Börsen-Ticker: Schweizer Aktienmarkt vor tieferem Start - 19 von 20 SMI-Titeln im Minus - Georg Fischer nach Halbjahreszahlen vorbörslich klar höher - Ölpreis mit höchstem Wochengewinn seit drei Monaten
+++Märkte+++
Der SMI wird zu Wochenschluss wohl schwächer in den Handel gehen. Der Tech-Ausverkauf und Nahost-Sorgen belasten.
aktualisiert um 08:10
Von Daniel Hügli

Firmengebäude von Georg Fischer in Schaffhausen.
Quelle: zVg08:10
Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,3 Prozent tiefer gesehen. Alle Aktien ausser Novartis (0,19 Prozent höher) sind im Minus. Der Pharmakonzern hat für sein Medikament Fabhalta (Iptacopan) eine vollständige Zulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA erhalten. Logitech und Partners Group verzeichnen mit je rund 0,8 Prozent die höchsten Abgaben im SMI.
Am breiten Markt gewinnen Georg Fischer nach Bekanntgabe der Halbjahreszahlen über 5 Prozent. Rieter dagegen fallen nach Kennzahlen zum Halbjahr über 2 Prozent.
+++
06:20
Der SMI wird bei der IG Bank 0,14 Prozent tiefer gesehen. Am Donnerstag hatte der Leitindex 0,23 Prozent schwächer geschlossen.
+++
06:00
Ein weltweiter Ausverkauf bei Chip-Werten und neu entflammte geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben die asiatischen Aktienmärkte am Freitag auf Talfahrt geschickt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans gab im frühen Handel um 0,06 Prozent nach. Deutlich härter traf es die Börse in Tokio: Der japanische Leitindex Nikkei stürzte um 3,6 Prozent auf 64'443,84 Punkte ab, während der breiter gefasste Topix um 2,0 Prozent auf 3950,08 Zähler nachgab. Die Märkte in Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.
In Japan drückten insbesondere die schwachen Technologiewerte massiv auf die Stimmung. «Der Markt scheint von den hohen Gewinnerwartungen für halbleiterbezogene Unternehmen hin- und hergerissen zu sein», erklärten die Analysten der Sony Financial Group. Zu den grössten Verlierern im Nikkei zählten Kioxia Holdings mit einem Minus von 16,05 Prozent sowie Taiyo Yuden und Screen Holdings, die 15,45 beziehungsweise 11,45 Prozent einbüssten. Gegen den Trend legten Shift um 6,59 Prozent und Seven & I Holdings um 4,38 Prozent zu.
Politisch beruhigte die Regierung in Tokio die Gemüter: Einem Entwurf zufolge will Ministerpräsidentin Sanae Takaichi die geldpolitischen Entscheidungen explizit der Bank of Japan (BOJ) überlassen, nachdem frühere Einmischungsversuche einen Ausverkauf bei Yen und Anleihen ausgelöst hatten.
Neben den Zinssorgen in den USA drückten auch geopolitische Risiken auf die Stimmung, nachdem die US-Regierung neue Angriffe auf den Iran gestartet hatte und US-Präsident Donald Trump mit einer weiteren Eskalation drohte. In China stand derweil die Technologiepolitik im Fokus. Auf der Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz (WAIC) in Shanghai forderte der chinesische Präsident Xi Jinping einen «menschenzentrierten» Ansatz bei der KI-Entwicklung. Er betonte die Notwendigkeit, Risiken zu kontrollieren und kündigte an, Ländern des Globalen Südens den Zugang zu KI-Technologien zu erleichtern, um «neue historische Ungerechtigkeiten» zu verhindern.
+++
05:30
Am Devisenmarkt hielt sich der Dollar stabil, gestützt durch eine erneute Nachfrage nach sicheren Häfen und gesunkene Erwartungen an baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 162,41 Yen und legte leicht auf 6,7766 Yuan zu. Die anhaltende Schwäche der japanischen Währung, die nahe einem 40-Jahres-Tief notiert, rief erneut Finanzminister Satsuki Katayama auf den Plan, der mit verbalen Interventionen versuchte, den Yen zu stützen. Zur Schweizer Währung rückte der Dollar etwas auf 0,8088 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1437 Dollar und zog leicht auf 0,9251 Franken an.
+++
05:00
Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten trieben die Ölpreise auf den höchsten Wochengewinn seit drei Monaten. Auslöser waren neue Angriffe der USA auf iranische Ziele, die Befürchtungen über mögliche Zerstörungen der Ölinfrastruktur weckten. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 84,86 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,9 Prozent fester bei 79,65 Dollar. Auf Wochensicht steuern beide Sorten damit auf ein Plus von mehr als elf Prozent zu.
+++
02:00
Getragen vom Erfolg der Krimiserie «I Will Find You» und des Animationsfilms «Swapped» hat Netflix Umsatz und Gewinn erneut gesteigert. Mit seinem Ausblick blieb der weltgrösste Streamingdienst jedoch hinter den Markterwartungen zurück. Die Aktie fiel daher am Donnerstag im nachbörslichen Handel an der Wall Street um rund vier Prozent.
+++
01:00
Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag Kursverluste verzeichnet. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,20 Prozent niedriger bei 52'552,97 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,51 Prozent auf 7533,77 Zähler nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 1,62 Prozent auf 29'025,77 Punkte.
Aktuell agierten die Anleger vorsichtig, hiess es am Markt. Sie wägten ab, ob die Unternehmensgewinne von Technologie-Unternehmen wohl die jüngsten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz rechtfertigten. Zudem herrsche weiter Unsicherheit wegen der Lage im Nahen Osten.
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben den sechsten Tag in Folge Ziele im Iran attackiert. Ziel sei es, «die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen.» Das US-Militär hatte erst am Mittwoch zwei Angriffswellen unternommen und ein Schiff attackiert, das gegen die Blockade iranischer Häfen verstossen haben soll. Zudem soll der Iran informierten Kreisen zufolge von der jemenitischen Huthi-Bewegung Unterstützung für eine Sperrung der Ölroute durch das Rote Meer für den Fall erbeten haben, dass die Vereinigten Staaten wie schon angedroht Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur starten.
Unter den Einzelwerten legte die Aktie von Unitedhealth um 1,2 Prozent zu. Der grösste US-Krankenversicherer kommt nach seinem Krisenjahr 2025 besser aus dem Tief als gedacht. Angesichts überraschend guter Geschäfte im zweiten Quartal hob Konzernchef Stephen Hemsley die Ziele für 2026 ein weiteres Mal an.
Abbott Laboratories machten einen Kurssprung um 10,7 Prozent, nachdem das Gesundheitsunternehmen seinen Gewinnausblick für 2026 angehoben hatte. Zudem war das zweite Quartal besser ausgefallen als am Markt erwartet.
Für die Anteilscheine von United Airlines ging es um 1,8 Prozent nach unten. Die Fluggesellschaft hatte mit ihrem bereinigten Gewinnausblick enttäuscht.
Der Triebwerkhersteller GE Aerospace hatte zwar gute Zahlen präsentiert und seine Gewinnprognose erhöht, trotzdem fielen die Papiere um 4,1 Prozent. Anleger hätten sich wohl ein ehrgeizigeres Ziel erhofft, schrieb Analyst Gautam Khanna von TD Cowen.
Besonders Halbleiterwerte gerieten unter die Räder. Der Branchenindex brach um 4,3 Prozent ein. Selbst ein Gewinnsprung von 77 Prozent beim Branchenprimus TSMC konnte die Anleger nicht überzeugen. Die in den USA notierten Aktien des Unternehmens fielen um 2,3 Prozent. Bei den Herstellern von Speicherchips wie SanDisk, Western Digital, Seagate Technology und Intel reichten die Kursverluste von 5,8 bis 12,6 Prozent.
«Es liegt schlicht an der Gewichtung der Chip-Werte im S&P 500», sagte Paul Nolte, Marktstratege bei Murphy & Sylvest. «Vor drei oder vier Jahren lag sie bei acht Prozent, und heute sind es über 20 Prozent. Wenn man sich den Rest des Marktes ansieht, läuft es dort gut.»
Auch eine Übernahme bewegte die Anleger: Der Pharmakonzern Eli Lilly will den Psychopharmaka-Experten Ataibeckley kaufen. Dessen Papiere schnellten um mehr als ein Drittel in die Höhe. Für Eli Lilly ging es um 1,1 Prozent nach oben.
(cash/Reuters/AWP)