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Blues Morning im Burggarten: Sämtliche Plätze bereits bei Konzertbeginn besetzt

Stand: 21.07.2026, 06:30 Uhr

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Andreas Kümmert mit seinem „Electric Circus“ bei den Burgfestspielen

Hauptact war Andreas Kümmert mit seinem „Electric Circus“, der dem Blues eine rockige Note verlieh. © Justus Dietsche

Drei Formationen treten beim Blues Morning im Burggarten Dreieichenhain auf. Andreas Kümmert gewann 2013 die Fernsehshow „The Voice Of Germany".

Dreieichenhain – Im Burggarten ist es zunächst ein wenig kühl an diesem Sonntagvormittag; ein frischer Wind weht. Dem Andrang beim „Blues Morning“ tut das jedoch keinen Abbruch: Sämtliche Plätze auf den Rängen sind bereits besetzt, als das Duo The Delta Boys (Gerd Gorke und Michael van Merwyk) das Konzert eröffnet. Drei Formationen gastieren nacheinander auf der Bühne, jede mit ihrer eigenen Auslegung jenes Genres, das Musiker Willie Dixon aus Chicago einst so beschrieb: „Der Blues sind die Wurzeln, alles andere sind die Früchte.“

 Die Delta Boys bei den Burgfestspielen.

Den Anfang machten die Delta Boys, bei denen es bluesige Mundharmonika und Akustikgitarre zu hören gab. © Justus Dietsche

Amüsante Geschichten

Den Anfang machen Gorke und van Merwyk auf klassische Art: mit Mundharmonika, Akustikgitarre und Gesang. Die Gäste klatschen im Takt; zudem sorgt das Duo mit Witzen und amüsanten Geschichten vom Lieben und vom Leben für große Lacher.

Kurz vor der Umbaupause traut sich dann auch mal die Sonne hinter den Wolken hervor. Das nehmen viele Gäste zum Anlass, ihre mitgebrachten Getränke und Häppchen auszupacken. Nicht nur auf den Rängen, sondern auch an der Seite haben sich einige Zuschauer niedergelassen: Auf Picknickdecken und Campingstühlen lässt es sich bei einem Glas Wein ebenso gemütlich zuhören. Auf Gorkes Frage, ob das Publikum noch könne und Lust auf mehr Blues habe, antwortet es unisono: „Ja!“

Es folgt die zweite Formation des Tages, die Jimmy Reiter Band & Horns: Ihre Besetzung aus Rhythmusgruppe, Gesang und Bläsern lässt stark an die berühmte Blues-Brothers-Band erinnern. Moderator Henning Eichler erläutert: „Seit 25 Jahren ist Jimmy Reiter mit seiner Band schon unterwegs. Heute ist die reguläre Quartettbesetzung sogar um Trompete sowie um Tenor- und Baritonsaxofon erweitert. Und ich habe mir sagen lassen, dass sie heute als kleinen Teaser sogar ein paar Songs aus dem neuen Album spielen, das in ein paar Wochen erscheint.“

Gleich beim ersten Titel wird klar, welchen Unterschied das zusätzliche Bläser-Trio macht: Dimitry Suslov am Tenorsaxofon, Jürgen Wieching am Baritonsaxofon und Jens Buschenlange an der Trompete solieren abwechselnd und verleihen der Band einen druckvollen, souligen Klang. Auch Frontmann Jimmy Reiter setzt mit einem Solo auf seiner E-Gitarre Akzente. Im Anschluss an den Titel richtet er ein paar Worte an das Publikum: „Es ist vier lange Jahre her, seitdem wir das letzte Mal bei den Burgfestspielen waren, umso mehr freuen wir uns auf unseren heutigen Auftritt! Wir haben jede Menge Blues im Gepäck.“

Bevor die Band einige Stücke ihres neuen Albums präsentiert, spielt sie Titel aus früheren Veröffentlichungen. Dazu gehört etwa „What You Need“, das Titelstück des gleichnamigen Albums, bei dem einige Zuschauer mitsingen und bei dem Pianist Horst Bergmeyer ein orgelartiges Solo am Keyboard darbietet.

Im Anschluss an den bemerkenswerten Auftritt der Jimmy Reiter Band folgt gegen 14 Uhr der Hauptact, und zwar Andreas Kümmert mit seinem Electric Circus: „Wir bringen ein bisschen härteren Blues mit. Eigentlich sind wir nämlich gar keine Blues-, sondern eine Rockband“, sagt Kümmert, der 2013 mit seiner Eigenkomposition „Simple Man“ die Fernsehshow „The Voice Of Germany“ gewann.

Jimmy Reiter bei den Burgfestspielen

Jimmy Reiter und seine Band begeisterten mit Soli. © Justus Dietsche

Sein erster Titel, „Something in my Heart“, begeistert die Zuschauer sehr, insbesondere seine markante Stimme reißt das Publikum mit. Und mit „Ain’t no Sunshine“ von Bill Withers gibt es in der Mitte seines Programms auch erstmals ein Cover zu hören.