Wichtige Updates
Eine der größten Evakuierungen in Frankreichs Geschichte
Klimakrise macht Waldbrände wahrscheinlicher
Daniel Weidmann

Frankreich setzt Militärflugzeug A400M ein
Zur Bekämpfung der Waldbrände im Südwesten Frankreichs soll ab Samstag ein militärisches Transportflugzeug vom Typ A400M eingesetzt werden. Premierminister Sébastien Lecornu habe den Streitkräften die Entsendung der Maschine angeordnet, teilte sein Büro mit. Zudem sollen 100 Feuerwehrleute aus Paris bei der Brandbekämpfung helfen, erklärte der Kommandeur der Pariser Feuerwehrbrigade, Arnaud de Cacqueray, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das A400M-Flugzeug soll mit einem versuchsweise entwickelten System ausgestattet werden, mit dem es 20 Tonnen Löschmittel abwerfen kann. Dies entspricht nach Regierungsangaben etwa der Kapazität von zwei Löschflugzeugen vom Typ Dash. Der Einsatz war wegen technischer Vorbereitungen und Tests ursprünglich erst für Ende dieses Monats vorgesehen.
Daniel Weidmann

Behörden sprechen von Feuer "beispiellosen Ausmaßes"
Die Behörden sprechen von einem Feuer "beispiellosen Ausmaßes". Mehr als 1200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Da der Wind gedreht hat, breiten sich die Flammen nun nach Osten in Richtung des Ballungsraums von Bordeaux aus.
Daniel Weidmann

Frankreich mobilisiert zusätzliche Soldaten
Angesichts der dramatischen Lage verstärkt Frankreich den Einsatz der Streitkräfte. Die Zahl der Soldaten, die die Feuerwehr bei den Löscharbeiten unterstützen, werde von 500 auf 1.000 erhöht, teilte Premierminister Sébastien Lecornu nach einer Sitzung des interministeriellen Krisenstabs mit. Zudem werden 1,5 Millionen FFP2-Masken in die Region Gironde geliefert, um Einsatzkräfte und Bevölkerung vor dem gesundheitsschädlichen Rauch zu schützen.
Daniel Weidmann

Eine der größten Evakuierungen in Frankreichs Geschichte
Die Waldbrände im Südwesten Frankreichs haben eine der größten Evakuierungsaktionen in der Geschichte des Landes ausgelöst. Besonders betroffen ist das südwestfranzösische Département Gironde rund um Bordeaux, wo die Flammen weiter außer Kontrolle sind. Wegen der heranrückenden Brände wurden dort bereits mindestens 110.000 Menschen in Sicherheit gebracht. In der Nacht zum Samstag ordneten die Behörden zudem vorsorglich die Räumung von weiteren Gemeinden am Rand der Großstadt Bordeaux an. Die Zahl der zusätzlich Betroffenen war zunächst unklar. Nach Angaben des Innenministeriums mussten außerdem 31.000 Menschen im benachbarten Département Landes wegen der Brände ihre Häuser verlassen.
Daniel Weidmann

Merz bietet deutsche Hilfe an
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Frankreich Unterstützung angeboten. Die Waldbrände in Frankreich hätten verheerende Auswirkungen und er habe Präsident Emmanuel Macron Mitgefühl ausgesprochen, schrieb der Kanzler in einer französischsprachigen Mitteilung auf der Plattform X. "Wir sind bereit, Frankreich im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus zu helfen. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und den Einsatzkräften."
Daniel Weidmann

44.000 Menschen fliehen vor Waldbrand bei Bordeaux
Der Waldbrand an Frankreichs Atlantikküste greift immer weiter um sich und führt zur Evakuierung weiterer Orte und Tausender weiterer Touristen. Inzwischen seien in der auch bei deutschen Urlaubern beliebten Region bei Bordeaux 44.000 Menschen evakuiert worden, teilte die Präfektur mit. Das Feuer habe sich auf 12.500 Hektar Fläche ausgedehnt und 53 Häuser und einen Campingplatz zerstört. Die Feuerwehr sei mit 1.000 Einsatzkräften, neun Löschflugzeugen und zwei Löschhubschraubern im Einsatz. Bisher wurden 42 Feuerwehrleute verletzt.
Wie die Großstadt Bordeaux mitteilte, wird die Aufnahme weiterer Evakuierter in den Messehallen der Stadt vorbereitet, wo bis zu 10.000 Menschen einquartiert werden können. Ab dem Morgen waren Urlauber und Bewohner von Cap Ferret aus auch mit Schiffen evakuiert und nach Arcachon gebracht worden. Von dort setzte die Bahn zum Weitertransport zusätzliche Züge nach Bordeaux ein. Um bei den Evakuierungen zu helfen, boten die Austernfischer der Region auch ihre Boote an. Die Landwirte unterstützten die Löscharbeiten auf Bitten der Feuerwehr mit der Bereitstellung von 40 Tankwagen.
Pia Pentzlin

Spanien: Lage weiterhin nicht unter Kontrolle
Ein Löschflugzeug wirft Wasser auf das Feuer, während sich ein Waldbrand in der Nähe von La Adrada in der Provinz Ávila ausbreitet.
Pia Pentzlin

Hund gerettet – Einsatzkräfte in Spanien teilen erschütternde Szenen
In Spanien wüten die Waldbrände weiter. Ein Video in den sozialen Medien zeigt Szenen der spanischen Einsatzkräfte. Zu sehen ist, wie zwei Männer einen Hund aus einem der brennenden Gebiete retten. "Wir lassen niemanden zurück, egal welcher Spezies", schreiben die Einsatzkräfte dazu auf Instagram.
Pia Pentzlin

Waldbrände in Südeuropa: Auch wir werden zur Feuerregion
Die Waldbrände im Süden sind näher, als wir denken. Wir brauchen mehr Anpassung an den Klimawandel. Und mal wieder ein paar Demos.
Pia Pentzlin

Waldbrände an französischer Atlantikküste – Fläche so groß wie Paris
Das Feuer an Frankreichs Atlantikküste dehnt sich weiter unkontrolliert aus. Die Fläche hat sich inzwischen auf 10 000 Hektar Fläche verbreitet. Das ist in etwa so groß wie Paris.
Aktuellen Angaben zufolge wurden 80 Gebäude von den Flammen beschädigt, 50 davon wurden zerstört. 1.500 Feuerwehrleute kämpften noch immer gegen den Brand mit dem Ziel, Menschenleben und Gebäude zu retten, sagte der Minister. Unterstützt würden sie von einer großen Zahl an Löschflugzeugen. Bislang kam von der Bevölkerung niemand zu Schaden. 27 Feuerwehrleute allerdings wurden überwiegend leicht verletzt.
Die Waldbrände treffen Frankreich in diesem Sommer besonders hart. Wie Innenminister Nuñez sagte, seien in diesem Jahr bislang bereits 50.000 Hektar Fläche von Waldbränden betroffen worden, dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.
Pia Pentzlin

Videos zeigen flüchtende Menschen in Frankreich
Aufnahmen aus dem französischen Fernsehen zeigen zahlreiche Autofahrer auf verrauchten Straßen. Menschen versuchen auf der Halbinsel Cap Ferret vor den Flammen zu fliehen. Nach Angaben von "Franceinfo" ist das ein durchaus komplexer Vorgang. Denn: Die Halbinsel ist lediglich mit einer Straße mit dem Festland verbunden.
Pia Pentzlin

Schlimmster Brand in Geschichte der Region: 19.000 Menschen bei Madrid betroffen
Mindestens 19.000 Menschen sind wegen schwerer Waldbrände um Madrid evakuiert worden oder dürfen ihr Haus nicht verlassen. Das gab Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso am Freitag bekannt, die den Brand als den schlimmsten in der Geschichte der Region bezeichnete. Bereits 6000 Hektar Fläche wurden den Angaben zufolge verwüstet.
„So etwas haben wir noch nie erlebt“, fügte die Regionalpräsidentin hinzu. Die Priorität bestehe darin, Leben zu retten. Besonders im Blick hätten die Behörden 1200 ältere Menschen in vier Orten. Diese seien bereits evakuiert worden oder würden derzeit fortgebracht. Todesopfer verzeichneten die Behörden nicht.
Pia Pentzlin

86-Jähriger muss sein Haus mitten im französischen Kiefernwald verlassen
Jean Mazodier leitete über 30 Jahre den "Verein zum Schutz und zur Entwicklung von Lège-Cap-Ferret" (PALCF) im Südwesten Frankreichs. Der Verein zählt 700 Mitglieder und arbeitet nach dem Grundsatz „Wir können die Natur nur beherrschen, indem wir ihr gehorchen" des Philosophen Francis Bacon. Gegenüber "Le Monde" schildert der Senior jetzt, wie er sein Haus, das im Kiefernwald steht, am frühen Morgen verlassen musste.
"Ich habe schon Brände erlebt, aber noch nie einen von dieser Intensität; es ist beeindruckend", sagt er gegenüber der französischen Redaktion. Er wisse nicht, wann er in sein Haus zurückkehren kann und in welchem Zustand es sich dann befindet. Ein solches Ereignis kommt auf den 86-Jährigen nach eigenen Angaben aber nicht überraschend zu. Dennoch empfinde er "unermessliche Trauer“ aufgrund der Tausenden Hektar Land, die aufgrund der Brände zerstört werden.
Mazodier gehört zur fünften Generation derjenigen, die den Wald von Lège-Cap-Ferret privat verwalten. Noch heute soll er Angaben von "Le Monde" zufolge 150 Hektar besitzen. „Alles ist abgebrannt. Es ist, als würde man ein Kind verlieren", sagt er.
Pia Pentzlin

Zwei Brände in Spanien werden zu einem – Evakuierung angeordnet
Wie die französische Zeitung "Le Monde" berichtet, haben sich zwei der drei Waldbrände in Spanien mittlerweile zu einem zusammengeschlossen. Das Medium bezieht sich auf einen aktuellen Post der Einsatzkräfte auf der Plattform "X". Zuvor hatten die Brände bereits 6000 Hektar verwüstet.
Dem Post nach wurde an die Bevölkerung in den Gebieten Chapinería, Navas del Rey und Colmenar del Arroyo eine Warnung gesendet. Auch eine Evakuierung soll angeordnet worden sein. Es sollen Notunterkünfte bereitstehen.
In einer weiteren Warnung an die Bevölkerung wurde laut den Einsatzkräften auch die Abriegelung der Ortschaften San Martín de Valdeiglesias und Pelayos de la Presa angeordnet.
Pia Pentzlin

Mit Löschhubschraubern gegen die Flammen
In Frankreich und Spanien kämpfen Tausende Einsatzkräfte gegen die Flammen. Dabei kommen auch Löschhubschrauber und Löschflugzeuge zum Einsatz. Auf Bildern sind erschreckend bedrohliche Szenen festgehalten.
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