Stand: 26.07.2026, 12:44 Uhr
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Am Rande des CSD in Berlin ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Es gibt eine Tote und viele Verletzte. Unsere Karte zeigt, wo der Anschlag passierte.
Berlin – Am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist am Samstagabend (25. Juli) ein weißer Transporter in eine Menschenmenge gefahren. Der Vorfall ereignete sich gegen 22 Uhr im Tiergarten und führte dazu, dass die Veranstaltung abgebrochen wurde. Nach aktuellem Stand ist eine Frau ums Leben gekommen. Sie starb noch vor Ort. 16 weitere Menschen wurden verletzt, drei davon lebensgefährlich und acht schwer.

Am Rande des Christopher Street Day in Berlin war das Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. © Sebastian Gollnow/dpaDer Tatort liegt im Bereich des Tiergartens. Der Kastenwagen fuhr nach Polizeiangaben am Ahornsteig parallel zur Lennéstraße und erfasste dabei mehrere Menschen, bevor das Fahrzeug gegen einen Baum prallte. Danach stieg der Fahrer aus und flüchtete in unbekannte Richtung. Seitdem ist der 21-jährige Tatverdächtige Abdul B. auf der Flucht.
Anschlag beim CSD in Berlin: Karte zeigt Tatort
Ob er das Fahrzeug gesteuert hat, muss noch ermittelt werden. Geprüft wird auch, ob es eine zweite Tatphase gab, in der der mutmaßliche Täter das Fahrzeug verlassen und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt haben könnte. Noch ist daher unklar, ob eine oder mehrere Personen an der Tat beteiligt waren. Zeugen berichten, dass Menschen durch Stiche verletzt worden seien, manche wollen einen schwarz gekleideten Mann mit einer Machete gesehen haben. Bestätigt ist das bislang aber nicht.
Der Bereich des Tiergartens ist großräumig gesperrt. Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei haben sämtliche Zugänge zum S-Bahnhof Anhalter Bahnhof abgesperrt und suchen auch in den Tunneln nach Hinweisen. Auch der Tiergarten wird durchkämmt. Die in der Nacht durchsuchte Wohnung im Stadtteil Schöneberg wurde inzwischen versiegelt. Eine Festnahme gab es nicht, da die Polizei zu dieser Zeit niemanden vorfand.
Wie der Vorfall rechtlich und politisch einzuordnen ist, ist ebenfalls noch unklar. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sagte, dafür sei es noch zu früh. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin und das Landeskriminalamt Berlin ermitteln „aufgrund des Verdachts eines Anschlags“. Die Ermittler ordnen den Tatverdächtigen der islamistischen Szene in Berlin zu. Innensenatorin Iris Spranger (SPD), Staatsanwaltschaft und Polizei wollen am späten Nachmittag oder frühen Abend bei einer Pressekonferenz über die weiteren Ermittlungen informieren. (Quellen: dpa, Polizei) (kas)