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Abschluss-Medienkonferenz - Am Ende überwiegt der Stolz

Nach dem WM-Out äussern sich die Nati-Exponenten zum abgeschlossenen WM-Zyklus.

12.07.2026, 20:17

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Weniger als 12 Stunden nach dem Ausscheiden im WM-Viertelfinal gegen Argentinien endete die grösste Endrunde der Geschichte in den USA, Kanada und Mexiko auch für Trainer Murat Yakin, SFV-Präsident Peter Knäbel und Nati-Direktor Pierluigi Tami. An der Abschlussmedienkonferenz blickte das Trio noch ein wenig wehmütig auf das 1:3 n.V. gegen die «Albiceleste» zurück. Bei allem Frust überwog am Ende aber der Stolz.

«Wir haben die hohen Ziele, die wir uns gesteckt hatten, voll erfüllt. Wir haben Momente für die Ewigkeit geschaffen. In der Schweiz sind viele Leute mitten in der Nacht aufgestanden, wie man das früher einmal für Boxkämpfe gemacht hat», setzte Knäbel gleich zu Beginn den Ton. Er selbst sei stolz darauf, wo der Schweizer Fussball stehe. Ins selbe Horn bliesen Yakin und Tami, die dasselbe Wort mehrmals in den Mund nahmen.

Wir haben gegen den Weltmeister, 70'000 argentinische Fans, den Schiedsrichter und den VAR gespielt. Das war ein bisschen zu viel.

So kurz nach dem Ausscheiden war aber natürlich auch der Frust noch spürbar. Stellvertretend dafür blickte der Nati-Trainer noch einmal auf das Spiel zurück: «Meine Mannschaft hat es nicht verdient, so auszuscheiden. Wir haben gegen den Weltmeister, 70'000 argentinische Fans, den Schiedsrichter und den VAR gespielt. Das war ein bisschen zu viel. Es schmerzt natürlich, wir wissen, was dringelegen wäre. Es braucht noch ein bisschen Zeit, um das zu verdauen. Jetzt ist es vorbei, erledigt. Schade, dass die Reise so endet.»

Das Niveau gehalten

Später präzisierte Knäbel die Kritik noch einmal. Man habe sich vor allem über die Regelauslegung von Schiedsrichter Joao Pinheiro geärgert, nicht bei allen Entscheidungen im Duell mit den Argentiniern sei mit gleichen Ellen gemessen worden. «Wir wollen nicht als schlechte Verlierer dastehen. Aber das hatte einen Einfluss auf das Resultat, nur hilft uns das jetzt überhaupt nicht.»

Wie bei einer Abschlussmedienkonferenz üblich, wurde das Trio auch zu den Höhepunkten befragt:

Die Rechnung ist aufgegangen

Neben den sportlichen Meriten kann der Schweizerische Fussballverband (SFV) auch finanziell ein positives Fazit ziehen. Nach Abzug aller Ausgaben dürfte ein Gewinn von 3 Millionen Franken herausschauen, vergleichbar mit demjenigen in Katar. Vor vier Jahren waren die Einnahmen niedriger, aber auch die Kosten tiefer. Wobei heuer noch immer nicht klar ist, wie hoch die zu entrichtenden Steuern in den USA sein werden. Das Geld wird zu je 50 % auf den SFV und die Swiss Football League verteilt.

Während für Yakin und (wohl) fast alle Nati-Spieler schon im nächsten Jahr die EM-Qualifikation ansteht, war es für Tami die letzte Kampagne. Der Tessiner, der den Posten des Nati-Direktors 2019 übernommen hatte, wird Ende 2026 zurücktreten. «Ich habe das Turnier genossen und war überzeugt, dass wir den Final erreichen können. Wir haben hier Werbung für den Schweizer Fussball gemacht, ich sehe eine schöne Zukunft für alle Schweizer Nationalteams.» Dafür verteilte Tami die Schulnote 5,5, denn «wir können es immer noch besser machen».

FIFA WM 2026

Livestream auf srf.ch/sport, 12.07.26, 18:30 Uhr