everyschematic.com

Ab 45 die betriebliche Altersvorsorge nutzen – was noch drin ist

Stand: 22.07.2026, 13:21 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Hängeregister und Betriebsrente Hängeregister und Betriebsrente

Betriebliche Altersvorsorge. © IMAGO/Sascha Steinach

Wer mit 45 die betriebliche Altersvorsorge noch nicht ausgeschöpft hat, lässt jeden Monat Geld liegen. Was in zwanzig Jahren noch möglich ist.

Mit 45 rückt die Rente näher. Nicht morgen, aber nah genug, um sie ernst zu nehmen. Wer jetzt auf den Rentenbescheid schaut und merkt, dass die betriebliche Altersvorsorge nie oder kaum genutzt wurde, steht vor einer einfachen Entscheidung.

Content-Partnerschaft:

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden. Fortunalista ist eine Plattform für Finanzbildung, die Frauen dabei unterstützt, ihre Finanzen selbstbestimmt zu gestalten. Mit einem klaren Verständnis für die Herausforderungen rund um Geld zeigt Fortunalista, wie Frauen mit dem Investment Code ihren Weg in die finanzielle Unabhängigkeit finden.

Anfangen. Jetzt.

„Die betriebliche Altersvorsorge ab 45 zu starten ist kein schlechtes Timing“, sagt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista. „Zwanzig Jahre mit Arbeitgeberzuschuss sind erheblich besser als zwanzig Jahre ohne.“

Was der Arbeitgeberzuschuss ab 45 bedeutet

Bei 150 Euro monatlichem Eigenbeitrag und 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss über 20 Jahre bei 4 Prozent Rendite:

Bei 4 Prozent jährlicher Entnahme: rund 205 Euro monatliches Zusatzeinkommen. Dauerhaft. Wer 200 Euro monatlich einzahlt, kommt auf rund 82.000 Euro Endkapital und rund 273 Euro monatlich im Alter.

Was der Steuervorteil zusätzlich bringt

Was viele nicht einrechnen: Der Steuervorteil in der Ansparphase.

Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge werden aus dem Bruttogehalt eingezahlt. Das bedeutet: Keine Steuern, keine Sozialabgaben auf den eingezahlten Betrag in der Ansparphase.

Wer 150 Euro brutto in die bAV einzahlt, verzichtet netto auf deutlich weniger. Je nach Steuerklasse und Einkommen kann der Nettoaufwand bei nur 80 bis 100 Euro liegen, während 150 Euro brutto für die Rente arbeiten.

Was real investiert wird, ist also mehr als was netto fehlt.

Zweistündiger Online-Workshop zur Altersvorsorge für Frauen

Im kostenlosen Live-Workshop rechnen Frauen ihre persönliche Rentenlücke direkt selbst aus, nur mit dem Handy und inklusive Inflation und Steuern. SPIEGEL-Bestsellerautorin Margarethe Honisch erklärt verständlich, was die Rentenreform konkret bedeutet und wie sich die Lücke Schritt für Schritt schließen lässt, in jeder Lebensphase und schon ab kleinen Beträgen.
Kostenlos · Live · Für Einsteigerinnen. Anmeldung und Termine unter finanzen.fortunalista.de/kostenloser-renten-workshop-2026. 

Was nach dem Arbeitgeberwechsel passiert

Mit 45 sind Arbeitgeberwechsel nicht ungewöhnlich. Was mit der bAV dabei passiert, sollte bekannt sein.

Nach einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren sind die Ansprüche unverfallbar. Das bedeutet: Was bis dahin angesammelt wurde, bleibt erhalten, auch wenn das Unternehmen gewechselt wird.

Was beim neuen Arbeitgeber gilt: Der neue Arbeitgeber muss die Entgeltumwandlung ermöglichen. Einen Zuschuss in derselben Höhe muss er jedoch nicht zwingend zahlen. Was der neue Arbeitgeber bietet, sollte direkt beim Start verglichen werden.

Was parallel zum ETF-Depot sinnvoll ist

Die betriebliche Altersvorsorge ist keine Alternative zum ETF-Depot. Sie ist eine Ergänzung.

Was die bAV leistet: staatlich begünstigte Ansparphase, Arbeitgeberzuschuss, sichere Grundlage.

Was das ETF-Depot leistet: höhere historische Rendite, vollständige Flexibilität, kein Arbeitgeberbindung.

Wer beide Instrumente kombiniert, hat die bestmögliche Ausgangslage. Die bAV bis zur maximalen Arbeitgeberförderung ausschöpfen, den Rest in ein ETF-Depot investieren.

„Ab 45 noch beide Instrumente zu starten ist mehr als möglich“, betont Margarethe Honisch. „Wer das tut, baut in zwanzig Jahren eine Altersvorsorge auf, die weit über das hinausgeht, was die gesetzliche Rente allein leisten kann.“